Tag 10: Windows 8 to Go

Das Windows-8-Tagebuch

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Windows 8 lässt sich erstmals offiziell auch von einem USB-Speicher starten. Unser Autor probiert die To-Go-Variante mit mehreren Festplatten aus und liefert eine Einschätzung des neuen Features.

Windows 8 to Go ist keine schicke neue Kaffeesorte, sondern eine Funktion von Microsofts kommendem Betriebssystem. Die Idee ist simpel: Statt auf einer fest verbauten Festplatte wird Windows 8 auf einem USB-Datenträger eingerichtet. Der Nutzer kann anschließend davon booten und hat so jederzeit sein persönlich eingerichtetes Windows 8 verfügbar - unabhängig vom eigentlich genutzten Rechner.

Kaum ein Unterschied: Windows 8, gestartet von einer externen Festplatte.
Kaum ein Unterschied: Windows 8, gestartet von einer externen Festplatte.

Doch es lauern Fallstricke: Das jeweilige Speichermedium sollte nicht nur ausreichend Platz haben (im TechNet werden 32 Gbyte Mindestspeicher empfohlen), sondern auch noch schnell sein. Mit USB 3.0 und eSata ließe sich letzteres in den Griff kriegen, allerdings bieten noch längst nicht alle Systeme die passenden Schnittstellen. Für den Test habe ich zwei Festplatten vorbereitet. Eine ältere 3,5-Zoll-Festplatte in einem externen Gehäuse mit USB-2.0-Anschluss und eine externe SSD-Festplatte mit USB 3.0-Anschluss.

Achtung: Auch wenn Windows to Go eigentlich ein komplettes Windows 8 ist, so unterliegt es doch einigen Beschränkungen:

  • Keine Version für ARM

  • Die Stromspar-Modi Hibernate und Sleep sind standardmäßig deaktiviert, lassen sich aber anschalten.

  • Interne Festplatten sind offline. Das soll verhindern, dass man versehentlich auf gespeicherte Daten zugreift.

  • Trusted Plattform Module werden nicht genutzt.

  • Die Windows Recovery Funktionen sind nicht für Windows to Go verfügbar

  • Die Windows-Installation lässt sich nicht auf den Auslieferungszustand zurücksetzen.