Tag 4: Windows 8 und die Hardware

Das Windows-8-Tagebuch

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Notebook-Hardware ist oft weniger exotisch als in Desktop-Systemen. Unser Autor prüft die Hardware-Unterstützung in Windows 8 und verzweifelt dabei fast an der UMTS-Unterstützung.
Geräteansicht: Die installierten Geräte in Metroansicht - alle externen Komponenten findet Windows 8 überraschend schnell.
Geräteansicht: Die installierten Geräte in Metroansicht - alle externen Komponenten findet Windows 8 überraschend schnell.

Eins der größten Probleme beim Umstieg von Windows XP auf Windows 7 war die fehlende Unterstützung für Hardware. Die Treiber-Architektur hatte sich deutlich geändert, dementsprechend mussten die Hersteller neue Treiber für ihre Geräte liefern. Mit Windows 8 sollte das hoffentlich einfacher werden. Zeit also, die Hardware-Unterstützung des neuen Microsoft-Betriebssystems zu überprüfen.

Bereits während der Installation erkennt das System den WLAN-Adapter von Intel, die Webcam oder das Bluetooth-Modul einwandfrei. Im Test überzeugt auch die Hardware-Erkennung: Gegenüber den Vorgängersystemen werden neue Komponenten deutlich schneller erkannt und installiert.

Allerdings wurden bei der Installation längst nicht alle Funktionen und Geräte des Lenovo-Notebooks entdeckt. Verzichten musste ich beispielsweise zu Beginn auf die Sonderfunktionen, sprich, die speziell belegten Tasten auf dem Keyboard. Auch der Treiber für das Ericsson-3G-Funkmodul wurde nicht erkannt. Darüber hinaus erscheinen zwei weitere Einträge, ein PCI Kommunikationscontroller und ein Serieller PCI-Anschluss. Für beide findet Windows keine passenden Gegenstücke.

Während der Installation der Modemtreiber bemerkte ich ein neues, nettes Feature: Windows 8 kann feststellen, ob eine Software andere Windows-Komponenten benötigt. In diesem Fall bemängelte das Betriebssystem das Vorhandensein des .NET-Frameworks und bot automatisch einen Download an. Das verzögert die eigentliche Installation der Treiber von Lenovo, denn leider erforderte die Software einen Rechnerneustart, so dass man den Vorgang nicht manuell starten muss.

Trotz allem war es mir im Test nicht möglich, das integrierte UMTS-Modul zum Laufen zu bringen. Die von Lenovo angebotenen Treiber verweigerten die Zusammenarbeit, egal ob ich das das Programm im regulären Modus oder in Kompatibilitätsmodus startete. Auch das Entpacken für die manuelle Installation der Treiber schlugen fehl. Aktuell ist mein Notebook also immer noch ohne 3G-Funktionen. Sollte ein Leser (oder ein Lenovo-Mitarbeiter) eine Lösung für den Ericsson F3507g Chipsatz haben, freue ich mich über eine Nachricht.

Insgesamt hinterlässt Windows 8 beim Thema Hardware einen guten Eindruck - zumindest solange man Hardware nutzt, die von Microsoft bereits offiziell unterstützt wird. Das betrifft die meisten USB-Komponenten, sowie etwa Drucker im Netzwerk. Allerdings sind auch die Hersteller gefragt. Treiber und Komponenten sollten so schnell wie möglich aktualisiert werden.

Damit endet der vierte Eintrag unseres Windows 8 Tagebuchs. In der nächsten Folge geht es um Software - sowohl um reguläre wie auch um den App Store. Sie als Leser können zudem an dieser Artikelserie mitwirken: Unterhalb des Beitrags finden Sie unsere Kommentarfunktion, dort können Sie Ihre eigenen Erfahrungen beschreiben, Fragen stellen oder Probleme schildern. Oder Sie gehen einfach auf unsere Facebook-Seite und diskutieren dort mit! (ph)