Computerwoche Top 50

Das Who is Who der deutschen IT

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 14 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie schreibt, redigiert, organisiert, moderiert und kümmert sich um die Online-Rubriken Karriere & Gehalt, Freiberufler, Young Professional und den Karriere-Ratgeber sowie den Karriere- und Freiberufler-Newsletter.
Wer sind die einflussreichsten und bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen ITK-Szene? Die COMPUTERWOCHE wagt ein Ranking der 50 wichtigsten Köpfe.
(Foto: Sommersprosen/Fotolia.com)
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Foto: Fotolia, Sommersprosen

Wenn Konrad Zuse und Heinz Nixdorf noch lebten, wäre uns die Entscheidung wohl leichter gefallen. Doch IT-Pioniere dieses Kalibers gibt es in Deutschland kaum noch. Beschäftigt man sich näher mit den hiesigen ITK-Persönlichkeiten, lässt sich aber feststellen, dass es immer noch eine Menge hervorragende Produkte, Ideen und Unternehmen gibt, die "made in Germany" sind.

Dahinter steckt immer kluger Kopf, heißt es in einer bekannten Werbung. Die Redaktion der COMPUTERWOCHE hat sich auf die Suche nach diesen klugen Köpfen gemacht und ist fündig geworden. Herausgekommen ist ein Ranking nach Bedeutung und Verdiensten der wichtigsten deutschen ITK-Persönlichkeiten.

Die Kriterien der Auswahl

Natürlich ist die Rangliste nicht einfach aus dem Bauch heraus entstanden - auch wenn der hier und da sicher eine Rolle gespielt hat. Die COMPUTERWOCHE ist methodisch vorgegangen und hat zuerst die rund 100 wichtigsten Persönlichkeiten aus der ITK-Szene identifiziert. Sie wurden nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Bedeutung im ITK-Markt: Welches Gewicht hat seine oder ihre Stimme in der Branche?

  • Welchen Einfluss jenseits der ITK-Szene genießt die Persönlichkeit (Gesellschaft, Politik, Wissenschaft)?

  • Kann man ihn/sie als ITK-Visionär/in bezeichnen?

  • Wie zeigt er /sie sich öffentlich, aber auch gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Partnern? (z.B. eloquent, meinungsstark, mutig, verantwortungsvoll?)

  • Hat er/sie sich besondere Verdienste erworben? (z.B. Schaffung von Arbeitsplätzen; Repräsentation der ITK-Branche; Kampf gegen Missstände etc.)

  • Ist seine/ihre individuelle wissenschaftliche, unternehmerische oder fachliche Leistung in herausragend?

  • kann er/sie wirtschaftliche Erfolge vorweisen?

  • Wie ist die künftige Rolle dieser Person in ihrem Umfeld zu bewerten?

Nach dem Gerüst wurde jede Person bewertet und gewichtet. Herausgekommen ist ein interessantes Ergebnis: So hat es - für uns durchaus unerwartet - eine Reihe hochkarätiger CIOs in die Top-50 geschafft. Auch die Wissenschaft ist im Ranking stark vertreten. Viele deutsche Professoren gehören in ihren Forschungsgebieten zur Weltelite, ohne dass die Öffentlichkeit hierzulande groß Notiz von ihnen nähme.

Frauen und junge Gründer sind Mangelware

Natürlich dürfen auch die weltweiten Tophersteller mit ihren deutschen Repräsentanten in einem solchen Ranking nicht fehlen - dazu sind ihr Einfluss und ihre Bedeutung für den Markt und darüber hinaus einfach zu groß. Erstaunlich übrigens, wie wenige Frauen sich auf den Management-Etagen der IT-Unternehmen, aber auch in Wissenschaft, Verbänden und IT-Abteilungen tummeln.

Mangelware - und das ist besorgniserregend - sind pfiffige junge Internet-Gründer, die sich ähnlich wie einst Nixdorf daran machen, mit einer guten Idee die Weltmärkte zu erobern. Neidvoll richtet sich unser Blick gen Israel oder die USA, wo solche Gründungen quasi an der Tagesordnung sind. Stattdessen schafften es aber klassische mittelständische Unternehmer, die schon auf eine längere Firmengeschichte zurückblicken, in die Top-50. Sie haben Häuser wie Gft, Materna, United Internet oder msg systems groß gemacht.

"Tue Gutes und rede darüber", hat der Philosoph Nicolo Machiavelli vor über 500 Jahren empfohlen. Weil diese Botschaft in der ITK-Branche bis heute nicht angekommen ist, haben wir nun die Besten auf den Thron gehoben. Dass SAP-Mitgründer Hasso Plattner ganz oben auf dem Treppchen Platz nehmen darf, ist vermutlich eine mehrheitsfähige Entscheidung, ebenso die Positionen zwei und drei für August-Wilhelm Scheer und René Obermann.

Kommentare zur Top-50-Liste?

Wir freuen uns auf die Diskussionen, die unsere Top-50-Liste hervorrufen dürfte, und bitten all jene um Verständnis, die es nicht geschafft haben. Oft liegt das weniger an einem Leistungs- als einem Vermarktungsdefizit. Und daran, soviel zum Trost, lässt sich arbeiten! Schicken Sie uns Ihre Kommentare an die Adresse mailto:cw@computerwoche.de. Wir freuen uns drauf!

Aber später wird's kontrovers: Gehört Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, die Facebook öffentlichkeitswirksam den Kampf ansagte und dafür viel Spott ertragen musste, in dieses Ranking? Und was haben hier der oberste Datenschützer Peter Schaar oder die Sprecherin des Chaos Computer Clubs, Constanze Kurz, zu suchen?