17-Zoll Einsteiger-Notebook

Das Toshiba Satellite L350D-200

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Mit dem Satellite L350D-200 bietet Toshiba für rund 550 Euro in Notebook mit großem Display. Ob hierfür bei Qualität und Lebensdauer Abstriche gemacht wurden, offenbart unser Test.

Mit nur 1440 x 900 Bildpunkten bietet der 17-Zoll-Bildschirm leider nur eine recht grobe Auflösung. Auch in Bezug auf Kontrast (der nicht besonders hoch liegt) und Farbbrillanz muss man Abstriche in Kauf nehmen. Insgesamt ist die Bildqualität des Toshiba Satellite L350D-200 leider nur im Mittelfeld anzusiedeln. Wer den Fokus auf Multimedia-Anwendungen, oder Dauereinsatz legt, ist mit Toshibas neuem Einsteiger-Notebook sicher nicht gut beraten. Für die alltäglichen Office-Anwendungen, oder die gelegentliche Fotoshow reicht es aber immer noch problemlos aus.

Tastatur: Groß und stabil

Dem Einsatzort am Schreibtisch kommt das Satellite L350D-200 auch durch seine stabile Tastatur entgegen. Das große Gehäuse bietet außerdem Platz für einen vierspaltigen Ziffernblock. Die Tasten besitzen einen weichen Anschlag - ob das beim Tippen stört, ist Geschmackssache.

Tempo: Niedrige Rechenleistung, kaum spieletauglich

Das Rechentempo des Toshiba-Notebooks liegt nicht auf hohem Niveau - was anderes dürfen Sie in dieser Preisklasse aber auch nicht erwarten. Im Sysmark 2007 erreichte das Satellite L350D-200 nur 68 Punkte. Vor allem im Test mit Office-Programmen erwies sich die lahme Festplatte als Bremser. Dank der 3 GB Arbeitsspeicher schneidet das Toshiba-Notebook aber bei Bild- und Videobearbeitung recht ordentlich ab. Notebooks der 800-Euro-Klasse sind rund 30 bis 40 Prozent rechenstärker. Der von Toshiba eingesetzte AMD-Prozessor Athlon X2 QL-64 mit 2,1 GHz ist aber auf jeden Fall deutlich langsamer als Intel-Prozessoren mit gleicher Taktrate.
Der im Chipsatz integrierte Grafikchip knapst sich 256 MB vom System-RAM ab: Er taugt nur für ältere oder grafisch anspruchslose Spiele - bei Far Cry schaffte das Satellite L350 beispielsweise bei 1024 x 768 Bildpunkten gerade mal 24 Bilder pro Sekunde.

Ausstattung: Nur das Nötigste

Das Notebook bietet nur die Mindestausstattung, die man inzwischen selbst in dieser Preisklasse erwarten darf - zum Beispiel 3 GB RAM und eine 250 GB große Festplatte. Minimalistisch geht's auch beim Netzwerk zu - mehr als 10/100-Mbit/s-LAN und 11g-WLAN gibt's nicht. Ebenso mau sieht es bei den Schnittstellen aus: Auf Firewire, Kartenleser, HDMI oder e-SATA muss man verzichten - das macht das Notebook zwar günstig, aber nicht besonders zukunftssicher.

Mobilität: Die Akkulaufzeit reicht nur für den Hausgebrauch

Toshiba baut nur einen kleinen Akku (44 Wh) ins Satellite L350D - ob aus Spargründen oder aus Überlegung bleibt unklar: Er macht aber Sinn, denn das 17-Zoll-Notebook wird man kaum länger außer Haus bewegen, und für die Strecke zwischen Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Balkon reichen auch die 1,5 Stunden Akkulaufzeit des L350D aus. Vorteil des kleinen Akkus: Das 17-Zoll-Notebook ist mit 3,2 Kilogramm nicht besonders schwer.

Fazit:

Das Toshiba Satellite L350D-200 kommt für Anwender in Frage, die sich viel Bildschirmplatz für wenig Geld wünschen - zumal das Display gar nicht mal so schlecht ist. Als vollwertiger PC-Ersatz taugt das Notebook nicht so recht: Dafür ist die Rechenleistung zu schwach und die (Schnittstellen-)Ausstattung zu mickrig.