Das Softwarewachstum schwächt sich ab

11.12.2008
Laut Gartner steigen die Umsätze mit Unternehmenssoftware im Jahr 2009 langsamer als erwartet.

Für das laufende Jahr geht Gartner von einem weltweiten Umsatz mit Unternehmenssoftware von 229,2 Milliarden Dollar aus, was fast 14 Prozent über den Vorjahreszahlen liegt. Ursprünglich hatten die Marktforscher jedoch mit nahezu 15 Prozent Zuwachs gerechnet - das war im September. Nun haben die Analysten auch die Prognose für die kommenden Jahre bis 2012 reduziert. Für 2009 sei nunmehr mit einer Steigerung von 6,6 Prozent zu rechnen, im September waren die Experten noch von 9,5 Prozent ausgegangen. Gartners Umsatzprognose für 2009 beläuft sich auf 244,3 Milliarden Dollar.

Mehrere Faktoren haben die Auguren dazu veranlasst, ihre Vorhersagen anzupassen. Anwendungs- und Infrastrukturprojekte müssten mit Kostensenkung und Risiko-Management in Einklang gebracht werden. Hinzu komme die Krise im Finanz- und Kreditmarkt. Zudem befänden sich einige Kernländer in einer Rezession.

Gartner zufolge dürften Softwarefirmen in nächster Zeit vor harten Entscheidungen stehen und unter Preis- sowie Margendruck zu leiden haben. "Die fundamentalen Veränderungen in der Art, wie Software eingeführt und genutzt wird, lassen kein Marktsegment und keinen Anbieter ungeschoren", kommentiert Joanne Correia, Managin Vice-President bei Gartner. (fn)

Gartner korrigierte seine Wachstumsprognose für 2009 von 9,5 auf 6,6 Prozent.
Gartner korrigierte seine Wachstumsprognose für 2009 von 9,5 auf 6,6 Prozent.