Auswahlkriterien

Das richtige Tablet für Business

Manfred Bremmer
Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
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Tablets, insbesondere solche mit einem Apple-Logo, sind aus der modernen Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. Doch welche eignen sich für welchen Zweck? Eine Entscheidungshilfe.
Auch wenn bei vielen Unternehmen (hier Lidl) primär iPads im Einsatz sind - es gibt Alternativen.
Auch wenn bei vielen Unternehmen (hier Lidl) primär iPads im Einsatz sind - es gibt Alternativen.
Foto: Joachim Wendler

Auch wenn sich bei den Tablets alles um Apple zu drehen scheint: Es gibt Nischen, in denen Anwender mit iPad und iOS als Softwareplattform nicht am besten bedient sind, sondern andere Geräte und Betriebssysteme bessere Merkmale vorweisen können. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Kriterien bei der Tablet-Wahl.

Display-Größe

Als Reaktion auf Apples Dominanz im Bereich Zehn-Zoll-Tablets bietet die Konkurrenz inzwischen auch verschiedenste andere Größen an - die Auswahl reicht vom 5,3 Zoll kleinen Galaxy Note von Samsung über diverse 7-Zoll- und 8-Zoll-Devices bis hin zum Excite 13 von Toshiba mit riesigen 13,3 Zoll (33,8 Zentimeter!) Bildschirmdiagonale. Doch welche Größe ist tatsächlich für den mobilen Business-Nutzer sinnvoll?

Theoretisch gilt auch für Tablets die Gartner- Maßregel "Je mobiler der Anwender, desto kleiner das Device" - es sollten aber die anderen mitgeführten Geräte miteinbezogen werden: Wer etwa noch ein einfaches Handy (oder auch ein Blackberry) mit kleinem Bildschirm verwendet, ist bereits beim Abruf von E-Mails für jeden Quadratzentimeter zusätzliche Displayfläche dankbar. Für Nutzer eines Smartphones mit großem, hoch auflösendem Bildschirm halten sich die Vorteile bei einem 7-Zoll-Tablet hingegen in Grenzen.

Ein weiteres Argument für größere Screens: In den meisten Fällen sollen Tablets den PC oder das Notebook zumindest in Teilen ersetzen. Nutzer wollen also mit den Geräten nicht nur Informationen konsumieren, sondern auch welche herstellen. So gesehen lag Steve Jobs nicht ganz falsch, als er eine Display-Größe von zehn Zoll als Mindestkriterium für gute Tablet-Apps nannte. Sieben-Zoll-Geräte sind demnach zu klein, um eine angenehme und komfortable Bedienung zu ermöglichen. Display-Riesen wie das Excite 13 eignen sich wiederum allein aufgrund des heftigen Gewichts von knapp ein Kilogramm nur bedingt für Road Warrior - Zielgruppe sind - wie Toshiba selbst einräumt - eher Gamer und Sofa Surfer.

Hardware-Ausstattung

Schneller, flacher, größer: Auch bei den Tablets - zumindest im für das Business relevanteren Highend-Bereich - versuchen sich die Hersteller mit Features zu übertreffen. Inwieweit Quad-Core-CPU, HD-Display und hochauflösende Kamera wirklich relevant sind, muss jeder Anwender für sich entscheiden. Das hängt vor allem vom jeweiligen Verwendungszweck ab. Ihr Augenmerk sollten die Nutzer indes vor allem auf ausreichend Speicherplatz sowie adäquate Erweiterungsmöglichkeiten (MicroSD-Slot) legen.

Weniger kritisch als beispielsweise bei Smartphones, aber dennoch wichtig ist die Akku-Laufzeit: Sechs bis acht Stunden sollte ein Business-taugliches Tablet schon durchhalten (und sich dann auch wieder schnell aufladen lassen!). Hier haben derzeit primär die klassischen Windows-Tablets echte Schwierigkeiten. Mit den ab Herbst geplanten Windows-8-Modellen mit lüfter-freien ARM-Prozessoren sollte das Problem dann endgültig der Vergangenheit angehören.