Webinfosession

Das Rechenzentrum als Wachstumsmotor

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Beim Stichwort Rechenzentrum geht es oft um Fragen der Kostensenkung. Doch ein gut aufgestelltes Data Center kann auch zum Umsatzbringer werden, erläutert eine Webinfosession der Computerwoche.
Mit einem gut aufgestellten Rechenzentrum kann man mehr als nur Kosten senken.
Mit einem gut aufgestellten Rechenzentrum kann man mehr als nur Kosten senken.
Foto: dotshock - shutterstock.com

Wer beim modernen Rechenzentrum nur an Kostenvorteile denkt, greift zu kurz. Das meint jedenfalls Reimund Willig, CTO Germany bei DELL EMC. In einer Webinfosession der Computerwoche führt er aus, wie ein Data Center zum Generieren neuer Umsätze beitragen kann. Es geht dabei zum Beispiel um die intelligente Nutzung von Big Data und Inside Analytics. Das setzt jedoch voraus, dass das Rechenzentrum Cloud-fähig ist.

Herkömmliche Rechenzentren mit Silostruktur werden diesen Anforderungen nicht gerecht. IT-Entscheider müssen ihre Infrastruktur grundlegend modernisieren. Stichworte sind hier Flash, konvergente Infrastruktur und Scale-Out in die Cloud. Die Moderation der Webinfosession übernimmt Thomas Hafen von der Computerwoche.

"Undurchsichtiger Dschungel unterschiedlichster Systeme"

Willig weiß, wovon er spricht. Nach Firmenzukäufen stand die IT vor vielen Herausforderungen. Das Unternehmen sah sich einem undurchsichtigen Dschungel unterschiedlichster Systeme gegenüber, in dem sich auch einiges an Schatten-IT verbarg. 2007 krempelte Dell EMC die Ärmel hoch. "Ausgangspunkt war zunächst natürlich der Kostendruck", erklärt Willig, "doch uns ging es auch darum, unsere IT schneller und dynamischer zu machen."

Umfrage zu CRM in der Cloud

Typischerweise belaufen sich die IT-Ausgaben eines Unternehmens auf zwei bis drei Prozent vom Umsatz, so Willig. Wenn die Firmenspitze dann das Einsparziel von 20 Prozent vorgibt, sind das bei 200.000 Euro immerhin 40.000 Euro. Doch der CTO betrachtete die Transformation seines Unternehmens von vornherein auch als Kulturfrage. Er stellte zunächst einmal die Frage nach der Fertigungstiefe. Mit Blick auf die Infrastruktur hieß das: man wollte virtualisieren und eine konvergente Infrastruktur schaffen. Dahinter stand das Ziel, möglichst vieles zu standardisieren und zu vereinfachen.

Daraus folgte für Dell EMC die Konzentration auf vier Punkte. Das ist zum Ersten Flash. "Die Entwicklung bei Platten ging lange in Richtung Speicherdichte", sagt Willig, "bei Flash geht es um die Performance." Zweiter Punkt sind klassische Verfahren im Scale-Out. Drittens geht es um die Cloud - nicht nur unter technologischen Aspekten, sondern auch unter rechtlichen und finanziellen. Der vierte Punkt ist die Software. In Sachen Software betont Willig die Rolle von Open Source, unter dem Stichwort EMC Code informiert Dell EMC darüber auf einer eigenen Site.

"Die IT besteht ja nicht nur aus Hard- und Software"

Doch die IT besteht ja nicht nur aus Hard- und Software, sondern auch aus Prozessen und Personal, wie Willig sagt. Wer in seinem Unternehmen möglichst viel automatisieren will, der darf nicht den Faktor Mensch übersehen. "Mitarbeiter, die 15 Jahre mit Scripten im Oracle-Umfeld zu tun hatten, möchten vielleicht gar nicht, dass sich etwas automatisiert", weiß der CTO. Nicht jeder Mitarbeiter lernt gerne, nicht jeder versteht das Aufkommen neuer Berufe wie dem eines Cloud Architekten. Willigs Rezept: Kommunikation. Man muss den Mitarbeitern die Transformation erklären und sie mitnehmen.

Die weitere Entwicklung geht für ihn in Richtung digitale Transformation, etwa kompletter Prozessketten, die digitalisiert ablaufen. "Die digitale Welt kann man sich nicht kaufen, man muss sie schaffen", so der CTO. Glücklicherweise gibt es Tools, die dabei unterstützen.

Hier die Webinfosession ansehen