Oracle Senior IT

Backup und Recovery

Das raubt IT-Verantwortlichen den Schlaf

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Backup und Recovery bereiten so manchem IT-Administrator große Kopfschmerzen: Laut einer aktuellen Umfrage sind sich nur knapp 30 Prozent sicher, alle Daten im Bedarfsfall wiederherstellen zu können. Gründe dafür sind immer strengere Service Level Agreements (SLA) und neue Technologien wie Virtualisierung, die die Menge der Daten und die Dichte der Systeme steigern.
Alarmierende Ergebnisse: Nur knapp 30 Prozent der IT-Administratoren ist sich ganz sicher, alle Daten im Bedarfsfall wiederherstellen zu können.
Alarmierende Ergebnisse: Nur knapp 30 Prozent der IT-Administratoren ist sich ganz sicher, alle Daten im Bedarfsfall wiederherstellen zu können.
Foto: Symantec

Eigentlich sollen Backup- und Disaster Recovery-Lösungen die IT-Verantwortlichen in Unternehmen ruhig schlafen lassen. Doch weit gefehlt, wie eine aktuelle, internationale Umfrage bei größeren Firmen von Symantec zeigt: Danach würden mehr als ein Drittel der insgesamt 1425 Umfrageteilnehmer ihren Gehaltscheck nicht darauf verwetten, alle Daten im Bedarfsfall wiederherstellen zu können. Nur 28 Prozent sind sich sicher, dass für sie ein vollständiger Restore verlorengegangener Informationen möglich ist.

Die Lage ist ähnlich düster bei den SLAs für Backup: Knapp ein Drittel schafft es nicht, die vereinbarten Zeitfenster einzuhalten oder ist sich nicht sicher, dies zu schaffen. Hier gab die Hälfte der Befragten an, dass die Menge von schützenswerten Informationen einfach zu groß ist. Fast zwei Drittel beklagten, dass sie Unstimmigkeiten zwischen physischen und virtuellen Backups feststellen.

Ein weiterer Knackpunkt ist der Zeitfaktor: Ganze 72 Prozent der Befragten würden zu einer anderen Backup-Lösung wechseln - vorausgesetzt, sie können so die Geschwindigkeit für das Backup verdoppeln. Nicht zuletzt kämpfen IT-Verantwortliche mit der Komplexität von Backup-Plattformen. Im Durchschnitt verwenden die befragten Unternehmen vier verschiedene Lösungen für physisches Backup, für virtuelles Backup sind es immerhin drei unterschiedliche Tools. Mehr als ein Viertel der Administratoren sieht in der Koordination dieser ganzen Tools zu viel Aufwand.

Die geäußerte Unzufriedenheit dürfte künftig für größere Veränderungen im Bereich Backup und Disaster Recovery sorgen. Hierfür gibt es bereits konkrete Anhaltspunkte: Innerhalb der nächsten zwölf Monate wollen Unternehmen ein Drittel ihrer Tape-basierten Backup-Lösungen gegen Appliances und Backup aus der Cloud austauschen. Tipps und Tricks, wie IT-Verantwortliche den täglichen Backup-Herausforderungen begegnen können, sowie die gesamten Ergebnisse der Backup and Recovery Flash Poll finden Sie hier.