Kaufberatung

Das optimale Zubehör für Ihre Systemkamera

Verena Ottmann ist seit 16 Jahren bei PC-WELT für Hardware-Themen zuständig. Mit Ratgebern, Tests und Tipps informiert sie im Heft und auf den Online-Plattformen über Wissenswertes rund um Digitalkameras und externe Festplatten. Außerdem kümmert sich Verena Ottmann als Heftkoordinatorin um die Planung und Realisierung der AndroidWelt. Privat interessiert sie sich für alles, was man auf dem Fernseher oder der Stereoanlage ausgeben kann.
Wer sich eine Systemkamera kauft, der braucht auch passendes Zubehör wie Objektive, eine Tasche und ausreichend Speicherplatz. Lesen Sie im Ratgeber, auf was Sie beim Kauf achten sollten.
Foto: Samsung

Endlich gehört sie Ihnen - die Systemkamera, für die Sie sich nach langwierigen Recherchen entschieden haben, auf die Sie lange gespart haben und die Sie nun endlich in den Händen halten. Doch wenn Sie glauben, dass damit der Fotospaß losgehen kann, haben Sie nur bedingt recht. Denn jetzt geht's erst mal daran, das passende Zubehör für Ihre Systemkamera zu finden. Einen ersten Überblick verschaffen Sie sich auf der Website des Herstellers. Sie finden dort Zubehör, das genau auf ihr Systemkameramodell abgestimmt ist, etwa Aufstecksucher oder Blitze. Aber auch bei Drittanbietern können Sie fündig werden, was Zubehör anbelangt. Oft ist dabei sogar noch ein Schnäppchen drin. Am besten, Sie vergleichen die Angebote mit Hilfe unserer Kauftipps.

Objektive: Die optimale Wahl für jedes Motiv

Einer der großen Vorteile einer Systemkamera ist die Flexibilität, die durch den Einsatz von Wechselobjektiven gegeben ist. Besitzen Sie verschiedene Objekte für ihre Systemkamera, können Sie je nach Motiv - abhängig von Brennweite und Lichtstärke - die optimale Linse auswählen. Hier taucht jedoch schon das erste Problem auf: Anders als bei Kompaktkameras wird in den Herstellerdaten eines Wechselobjektivs die Brennweite nicht umgerechnet aufs Kleinbildformat (KB) angegeben. Die Umrechnung ist jedoch denkbar einfach. Sie müssen dazu lediglich die Angaben der Brennweite mit dem so genannten Crop-Faktor, auch Brennweitenverlängerung genannt, multiplizieren. Dieser ist bei Olympus und Panasonic immer 2x, bei Nikon 2,7x, bei Pentax 5,53x und bei Samsung sowie Sony 1,5x. Eine 12-Millimeter-Festbrennweite von Olympus arbeitet also mit einer KB-Brennweite von 24 Millimetern, während ein 18-55mm-Objektiv von Sony umgerechnet 27 bis 82,5 Millimeter abdeckt.

Hier eine Übersicht über alle derzeit erhältlichen Systemkamera-Objektive:

XF18mm F2.0 R

10 mm 1:2,8

9-18mm 1:4.0-5.6 

7-14 mm / F4,0 Asph.

3,2 mm / F5,6

16 mm F2.4

16 mm F2,8 Pancake

XF35mm F1.4 R

10–30 mm 1:3,5–5,6

12mm 1:2.0

Fisheye 8 mm / F3,5

5-15 mm / F2,8-4,5

18-55 mm F3.5-5.6 OIS 2, iFn

18-55 mm F3,5-5,6

XF60mm F2.4 R Macro

10–100 mm 1:4,5–5,6 PD-Zoom

12-50mm 1:3.5-6.3 EZ

14 mm / F2,5 Asph.

6,3 mm / F7,1

18-200 mm F3.5-6.3 ED OIS

24 mm F1,8 Carl Zeiss Sonnar T

30–110 mm 1:3,8–5,6

14-42mm 1:3.5-5.6 II R

14-42 mm / F3,5-5,6 Asph., OIS

8,5 mm / F1,9 AL [IF]

20 mm F2.8, iFn

30 mm F3,5

14-42mm 1:3.5-5.6 II

14-42 mm / F3,5-5,6 Asph.,Power OIS

18 mm / F8,0

20-50 mm F3.5-5.6, iFn

50 mm F1,8

14-42mm 1:3.5-5.6

14-45 mm / F3,5-5,6 Asph., OIS

30 mm F2

55-210 mm F4,5-6,3

14-150mm 1:4.0-5.6

14-140 mm / F4,0-5,8 Asph., OIS

50-200 mm F4-5.6 ED OIS 2, iFn

17mm 1:1.8 Pancake

20 mm / F1,7 Asph.

60 mm F2.8 Macro ED OIS SSA

40-150mm 1:4.0-5.6

45-175 mm / F4,0-5,6 Asph., Power OIS

85 mm F1.4 ED SSA

40-150mm 1:4.0-5.6 R 

45-200 mm / F4,0-5,6

45mm 1:1.8

3D-Objektiv 12,5 mm / F12

75-300mm 1:4.8-6.7

Leica DG Summilux 25 mm / F1,4 Asph.

Leica DG Macro-Elmarit 45 mm / F2,8 Asph., OIS

Was die Art der Objektive angeht, so unterscheidet man zwischen Zoomobjektiven und Festbrennweiten. Zoomobjektive sind sehr flexibel und optimal für Einsteiger und als Allround-Linsen geeignet. Mit ihnen lassen sich je nach Brennweitenbereich auch entfernte Motive nahe heranholen. Festbrennweiten sind meist sehr lichtstark und bieten dank ihres einfachen Aufbaus eine gleichmäßig gute Bildqualität. Sie lassen sich auch günstiger fertigen als Zoomobjektive.

Sowohl Zoomobjektive, als auch Festbrennweiten lassen sich - abhängig von der Brennweite - in drei Kategorien einteilen: Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektive.

Weitwinkel-Festbrennweite Nikon 1 Nikkor 10 mm 1:2,8 - auch in rot erhältlich
Weitwinkel-Festbrennweite Nikon 1 Nikkor 10 mm 1:2,8 - auch in rot erhältlich
Foto: Nikon

Objektive mit einer KB-Brennweite bis 45 Millimeter tragen die Bezeichnung Weitwinkel, bis etwa 24 Millimeter nennt man sie Superweitwinkel. Eine Sonderform des Superweitwinkelobjektivs ist das Fisheye. Es hat eine Brennweite von weniger als 20 Millimetern und produziert dabei die typischen stark tonnenförmigen Verzeichnungen an den Bildrändern. Weitwinkelobjektive eignen sich gut für Naturfotografie, aufgrund ihrer hohen Schärfentiefe auch für künstlerische Aufnahmen wie Akt.

Standard-Zoomobjektiv Olympus M.Zuiko Digital 14-42mm 1:3.5-5.6 II
Standard-Zoomobjektiv Olympus M.Zuiko Digital 14-42mm 1:3.5-5.6 II
Foto: Olympus

Objektive mit einer KB-Brennweite von etwa 45 bis 60 Millimeter tragen die Bezeichnung Normalobjektiv. Die meisten Standard-Kit-Objektive gehören in diese Kategorie. Der Bildausschnitt eines Normalobjektivs entspricht in etwa dem des menschlichen Auges. Daher eignen sich diese Objektive für Motive, die besonders natürlich abgebildet werden sollen.

Tele-Zoomobjektiv Panasonic Lumix G Vario 45-200 mm / F4,0-5,6
Tele-Zoomobjektiv Panasonic Lumix G Vario 45-200 mm / F4,0-5,6
Foto: Panasonic

Liegt die Brennweite eines Objektivs über 60 Millimetern, nennt man es Teleobjektiv, ab 300 Millimeter Superteleobjektiv. Teleobjektive haben eine geringe Schärfentiefe, sind jedoch oft sehr lichtstark. Daher eignen sie sich aufgrund der daraus entstehenden kurzen Belichtungszeiten optimal für Tier- und Sportfotografie, aber auch für Makroaufnahmen und Porträts.