"WSJ"

Das nächste iPhone bekommt einen dünneren Bildschirm

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Apple verbaut für das nächste iPhone - ob es nun iPhone 5 oder "New iPhone" oder sonstwie heißt - ein merklich dünneres Display.
Der Erzrivale Samsung verbaut in seinen "Galaxy"-Telefonen dünne OLED-Bildschirme.
Der Erzrivale Samsung verbaut in seinen "Galaxy"-Telefonen dünne OLED-Bildschirme.
Foto: Samsung

Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider aus der Zulieferindustrie. Demnach produzieren derzeit Sharp, Japan Display (ein neuer Zusammenschluss aus den Display-Einheiten dreier Unternehmen) sowie LG Display aus Südkorea in Massen die Panels für die nächste iPhone-Generation in sogenannter In-Cell-Technik.

Bei In-Cell werden die Touch-Sensoren direkt ins LCD integriert. Damit wird eine zusätzliche Touchscreen-Schicht überflüssig. Das macht nicht nur das Panel etwa einen halben Millimeter dünner, sondern verbessert nach Angaben des "Displaysearch"-Analysten Hiroshi Hay auch die Bildqualität. Das aktuelle "iPhone 4S" ist nach Angaben auf der Herstellerwebseite 9,3 Millimeter dick. Für Apple hätten In-Cell-LCDs darüber hinaus den Vorteil einer vereinfachten Supply Chain, weil der Konzern aus Cupertino nicht mehr LCD- und Touch-Panels von unterschiedlichen Anbietern einkaufen müsste.

Apple ist auf den technischen Fortschritt bei seinen Display-Lieferanten angewiesen. Hauptrivale Samsung pusht für die eigenen "Galaxy"-Smartphone eigene OLED-Bildschirme. Das aktuelle Flaggschiff "Galaxy S III" hat ein Display mit 4,8 Zoll Diagonale (iPhone aktuell 3,5 Zoll, künftig wohl 4 Zoll) und ist dünner als das Apple-Smartphone. Samsung stellt die Mehrzahl der in mobilen Geräten verbauten OLEDs her. Diese benötigen keine Hintergrundbeleuchtung und können daher dünner ausfallen als konventionelle LCDs.