Smartphone mit Notebook-Ambitionen

Das Motorola Atrix im Praxistest

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Das Motorola Atrix soll in Verbindung mit entsprechendem Zubehör auch als Notebook oder Multimedia-Zentrale fungieren. Reicht die zugrundeliegende Smartphone-Hardware dafür aus?

Das Konzept des Motorola Atrix ist bestechend und zukunftsweisend zugleich: Mit Hilfe von Zubehör bildet das Android-Smartphone verschiedene Nutzungsszenarien ab und ersetzt somit gleich mehrere Geräte. Das Atrix fungiert dabei als portable Rechen- und Connectivity-Einheit, während über Zusatz-Hardware verschiedene Sonderfunktionen zur Verfügung gestellt werden. So gibt es beispielsweise ein Multimedia-Dock, mit dem sich das Smartphone in ein Media-Center verwandeln kann.

Interessant vor allem für Business-Nutzer ist die Verknüpfung mit dem sogenannten Lapdock. Es handelt sich dabei um eine Notebook-ähnliche Dockingstation mit 11,6-Zoll-Bildschirm und großer Volltastatur. Das Atrix läßt sich auf der Rückseite in das Lapdock einklinken und stellt dann seine Rechen-Power und andere Computerfunktionen via USB und HDMI-Anschluss zur Verfügung.

Auf der Softwareseite stellt Motorola den sogenannten Webtop zur Verfügung, eine abgespeckte Linux-Umgebung, auf der Firefox und ein Zugriff auf das Smartphone vorinsatalliert sind. Motorola hält das Webtop-System allerdings relativ geschlossen, da Nutzer primär Web-Anwendugnen im Browser ausführen sollen. Praktischerweise arbeitet der Konzern aber mit Citrix zusammen, so dass man vom Webtop aus auf Citrix-Anwendungen zugreifen kann.