Wenn der DAU anruft

Das Leben der Admins

Alexandra Mesmer
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 14 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie schreibt, redigiert, organisiert, moderiert und kümmert sich um die Online-Rubriken Karriere & Gehalt, Freiberufler, Young Professional und den Karriere-Ratgeber sowie den Karriere- und Freiberufler-Newsletter.
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Das Problem sitzt vor dem Rechner. Wie Anwender Systemadministratoren auf die Palme bringen - oder zum Lachen - lesen Sie hier.

Ein herrliches Leben könnten Systemadministratoren und Mitarbeiter im User Support führen, wären manche Anwender nicht zu arglos. DAU steht im Fachjargon für den dümmsten anzunehmenden User, und wenn der auf den Support-Mitarbeiter trifft, kann es schon mal krachen, oder man muss lachen.

Ein Job zum Haare raufen: Viele Support-Mitarbeiter haben ihre liebe Not mit Anwendern, die mit Computern nichts am Hut haben.
Ein Job zum Haare raufen: Viele Support-Mitarbeiter haben ihre liebe Not mit Anwendern, die mit Computern nichts am Hut haben.
Foto: Picture-Factory - Fotolia.com

Die folgenden Geschichten haben uns Leser erzählt:

1. Vorsicht Kabel!

Dass zu viel Bewegung im Büro manchmal auch schaden kann, zeigt folgende Geschichte:

  • Anruf bei der Hotline: „Ich habe keine Netzwerkverbindung.“

  • Techniker: „Können Sie um Ihren Schreibtisch herumgehen?“
    (Der Techniker kennt die Örtlichkeit und weiß, dass der Router unter dem Schreibtisch steht, und das Stromkabel etwa in Kniehöhe zur Wand gespannt ist...)

  • Antwort: „Ja. Ich laufe jeden Tag eine Runde zur Erholung.“

2. Bitte nicht aufräumen

Perfektionisten können mit ihrem Hang zur Ordnung auch mal das Chaos provozieren, das hat ein angehender Systemelektroniker erlebt:

„Vor zwei Tagen hatte ich der Anwenderin ihren neuen Rechner geliefert, neuste Hardware, schön schnell, alles Top. Jetzt rief sie mich an und klagte, dass der PC nicht mehr starte, nachdem sie ihn aufgeräumt hatte. Ich also hin, mit der Windows XP-CD gerüstet, um in der Wiederherstellungskonsole den Master Boot Record (MBR) neu zuschreiben und die Bootdateien erneut anzulegen beziehungsweise die Boot.ini zu prüfen.

Doch die Reparatur klappte nicht, also nahm ich den Rechner wieder in unser Büro mit und baute die Festplatte aus, um die Daten zu sichern und anschließend neu zu installieren.
Und siehe da auf der Festplatte, Systempartition, befand sich folgende Ordnerstruktur:
C:\ - A\A* B\B* C\C*, etc.

Da der Anwenderin das "Dateienwirrwarr" unter anderem im Ordner Windows zu groß war, legte sie schön säuberlich Ordner von A-Z angelegt und verschob alle Dateien, die mit "A" beginnen, in den Ordner "A", alle Dateien mit "B" in den Ordner "B" und so fort.

3. Eine Maus im neunten Stock?

Mitunter müssen sich Hotline-Mitarbeiter mit skurrilen Anfragen herumschlagen:
Ein User meldete, dass in der Steckdosenleiste etwas in regelmäßigen Abständen knarrt oder schnarcht. Ob sich dort vielleicht eine Maus versteckt?

Der Support-Mitarbeiter wurde neugierig: „Das wollte ich sehen oder besser hören. Eine Maus im neunten Stock?“ Dort angekommen hörte auch er die Schnarchgeräusche und schaute auf den Bildschirm des Users: „Da sah ich als Hilfe-Animation von Windows "Merlin", der eingeschlafen war. Also kamen die Geräusche vom PC. Der User hatte sich "Merlin" selbst ausgewählt.“

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