Touch ID

Das iPhone 5S speichert keine Fingerabdrücke

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Für seine neue Biometrie-Technik "Touch ID" speichert Apple im iPhone 5S nicht die Fingerabdrücke selbst.

Das erläutert Dr. Michael Spehr, Technikredakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", in seinem privaten Blog. Das erfasste Muster des Fingerabdrucks werde nicht als physikalisches Abbild gespeichert, sondern als Hash, als mathematische Ableitung, schreibt der Kollege: "Aus dem Fingerabdruck wird eine Zeichenkette generiert, die keine Rückschlüsse auf den Fingerabdruck zulässt, aber garantiert, dass sie mit dem Fingerabdruck erzeugt wurde." Das Originalbild des Fingerabdrucks lasse sich aus dem Hash nicht wiederherstellen. Im Unterschied zum polizeilichen Einsatz gehe es ja nicht darum, den Fingerabdruck zu speichern oder weiterzugeben, sondern nur darum, ihn fortan wiederzuerkennen, also um die Bestätigung, dass es sich um den "richtigen" Finger handele.

Für Touch ID speichert Apple nicht den Fingerabdruck selbst, sondern nur eine mathematische Ableitung (Hash).
Für Touch ID speichert Apple nicht den Fingerabdruck selbst, sondern nur eine mathematische Ableitung (Hash).
Foto: Apple

Apple hatte zuvor schon klargestellt, dass es die Fingerabdruck-Daten erstens in einem speziellen Sicherheitsbereich des neuen "A7"-Prozessors deponiert (auf den keine andere Software als Touch ID zugreifen kann) und sie zweitens auch niemals mit seiner iCloud synchronisiert.