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"Web 3.0"

Das ganze Unternehmen muss PR-fähig sein

17.06.2010
Von pte pte
Die Wirtschaftskrise hat für neue Herausforderungen in der Unternehmenskommunikation gesorgt.
Ernst Primosch
Ernst Primosch

Ernst Primosch, künftiger CEO der Kommunikationsagentur Hill & Knowlton Deutschland sowie Spezialist für Reputations- und Krisenmanagement, erklärt im pressetext-Interview, was Firmen dabei beachten müssen und wo die gröbsten Fehler gemacht werden. "Die meisten Unternehmen sind auf die Krise nicht richtig vorbereitet", stellt Primosch gleich eingangs klar.

"Man bereitet sich in Zeiten, in denen es keine Krisen gibt, auf Krisen vor. Besonders in Zeiten von Web 2.0 beziehungsweise Web 3.0 muss das ganze Unternehmen kommunikationsfähig gemacht werden", erklärt der Experte für strategische Firmenkommunikation im Gespräch mit pressetext. Die gleichen Regeln müssten dabei für alle Mitarbeiter gelten. "In der Krise wird aber oft zu spät und von den falschen Personen kommuniziert", so Primosch. Außerdem machen viele den Fehler, nicht die Krise, sondern bloß deren Auswirkungen in den Fokus zu nehmen.

Neue Medien werden gerade erst gelebt

Die Kommunikationsbranche sieht Primosch derzeit in einem generellen Umbruch. "Es muss zu diesem Umbruch kommen", unterstreicht der Fachmann. Dabei stehe eine stärkere fachliche Professionalisierung bevor. Neuen Medien komme außerdem eine noch größere Bedeutung zu als bisher. "Es wird gerade erst damit begonnen, sie zu leben", sagt Primosch.

Der Kommunikations- und Markenexperte war bisher in 125 Ländern auf vier Kontinenten bei Konzernen wie Henkel, Siemens, Schwarzkopf oder Porter Novelli für die Kommunikation verantwortlich. Mit 1. Juli übernimmt Primosch den CEO-Posten bei Hill & Knowlton Deutschland. Die Agentur stellt sich damit breiter auf. "Der Krisenkommunikation kommt dabei eine große Bedeutung zu", meint Primosch. Hill & Knowlton selbst sei als "weltweit größte Kommunikationsagentur" in der Krise stabil geblieben. (pte)