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Das Ende von United Linux scheint besiegelt

26.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Initiative United Linux existiert nur noch auf dem Papier. Das bestätigte Paula Hunter, ehemals General Manager des Konsortiums aus Suse Linux, SCO Group (vormals Caldera), Conectiva und Turbolinux. Hunter wird künftig als Director Business Development für die Open Source Development Labs (OSDL) agieren, wie sie am Rande der Messe Linuxworld in New York erklärte. Ursprüngliches Ziel der im Mai 2002 gegründeten United-Linux-Kooperation war es, eine standardisierte Variante des Open-Source-Betriebssystems zu schaffen. Im Laufe des vergangenen Jahres verschlechterten sich die Voraussetzungen dafür nachhaltig: SCOs strengte eine Milliardenklage gegen IBM an und stellte sämtliche Arbeiten im Konsortium ein, Novell kaufte Suse Linux. Vieles spricht dafür, dass sich die ODSL nun zu einem bedeutenden Steuerungs- und Koordinierungsgremium in der Open-Source-Welt entwickeln. Etliche Industriepartner wie IBM, HP, Fujitsu oder Dell sind bereits im Boot; Linux-Initiator Linus Torvalds heuerte im Juni 2003 bei der Organisation an. (wh)