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Das Dot-com-Sterben hält an

03.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Weitere 53 amerikanische Internet-Unternehmen machten im Juni den Laden dicht. Die Zahl der Dot-com-Firmen, die den Betrieb in den letzten anderthalb Jahren wieder einstellten, stieg damit auf insgesamt 555. Die Zahlen stammen vom Internet-Marktforschungsunternehmen Webmergers.

Den Analysten zufolge verlief das letzte halbe Jahr dabei besonders brutal: Fast 60 Prozent der Geschäftsaufgaben seit Januar 2000 erfolgten in der ersten Hälfte diesen Jahres. Seit Januar 2001 liege die Zahl der Pleiten mit 330 neunmal so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wo lediglich 36 Unternehmen ihren Service aufgaben. Die Marktbeobachter machen zudem einen neuen Trend aus: Das Sterben betreffe nicht mehr nur E-Commerce-Anbieter mit Schwerpunkt B2C (Business-to-customer), sondern zunehmend auch Internet-Zugangsprovider, Beratungsunternehmen und ASP-Anbieter. Allein in diesem Jahr hätten bereits 14 ASPs aufgegeben. Im letzten Jahr seien es nur einige wenige gewesen.