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Das CeBIT-Thema 2010 lautet "Connected Worlds"

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE ließ CeBIT-Chef Ernst Raue die Katze aus dem Sack: Kernthema der CeBIT 2010 werden die "Connected Worlds" sein.

Vor wenigen Tagen haben die CeBIT-Macher gemeinsam mit den großen IT-Herstellern, die im Branchenverband BITKOM organisiert sind, das Schwerpunktthema der CeBIT 2010 festgelegt. Es lautet "Connected Worlds", zu Deutsch "Verbundene Welten". Messechef Raue begründet die Wahl damit, dass die weltweite Verflechtung der Märkte und die technischen Möglichkeiten durch Netzkonvergenz, Internet und mobile Anwendungen das Thema ganz nach oben auf die Tagesordnung gebracht hätten.

"Connected Worlds" - CeBIT-Chef Ernst Raue sieht die Messe der Zukunft als Networking-Event.
"Connected Worlds" - CeBIT-Chef Ernst Raue sieht die Messe der Zukunft als Networking-Event.

"Wir werden die Connected Worlds zum einen auf Ausstellungsebene mit einem fixen Anlaufpunkt thematisieren. Gleichzeitig wird es in den Global Conferences darum gehen, und schließlich wird das Thema auch im Internet stattfinden, wo die Vernetzung ja letztlich passiert", sagte Raue. In den kommenden Wochen und Monaten werde man intensiv daran arbeiten, das grobe Konzept mit attraktiven Inhalten zu füllen. In jedem Fall soll zur nächsten CeBIT eine derzeit in Entwicklung befindliche, groß angelegte Web-Plattform in Betrieb genommen werden - passend zum aktuellen Motto der weltgrößten Messe.

(Alles über die CeBIT 2009)

Anwendungsszenarien bilden Schwerpunkt

"Wir zeigen internationale Verflechtungen, die mit einer global aufgestellten IT erst möglich werden", so Raue. Als Beispiel für ein typisches Szenario nannte er den mittelständischen Maschinenbauer, dessen Installationen beim Kunden via breitbandiger Netzverbindungen von nahezu jedem Punkt der Erde ferngewartet werden können. Dieses und ähnliche Szenarien für den Maschinenbau und andere Branchen sollen ein Schwerpunkt auf der Messe bilden. Das CeBIT-Management will - wie schon in den letzten Jahren - Anwendungen in den Vordergrund rücken und dabei explizit auf vertikale Märkte eingehen.

"Nachhaltigkeit" ist den Messemachern wichtig - deshalb soll das Thema Green IT, bei dem es ja im wesentlich um Kosteneffizienz geht, zum dritten Mal in Folge einen Messeschwerpunkt bilden. Es wird einen deutlich größeren Platz einnehmen als zuletzt. Themen rund um Web 2.0 und Enterprise 2.0 stehen zum zweiten Mal im Mittelpunkt der "Webciety", in der 2010 aber mehr Web-basierende Business-Lösungen gezeigt werden sollen als in diesem Jahr.