Samsung SSD

SSD plus HDD

Das Beste aus zwei Welten

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Trotz sinkender Preise sind SSDs im Vergleich zu klassischen Festplatten immer noch viel teurer. In der Praxis etabliert sich deshalb die Koexistenz von HDD und SDD in Form hybrider Festplatten. Dabei entfaltet jedes Storage-Teilsystem seine spezifischen Vorteile.

Im Vergleich zu klassischen Festplatten sind SSDs immer noch sehr teuer. Der hohe Preis für Flash-Speicher stellt deshalb nach wie vor den größten Hinderungsgrund für eine größere Verbreitung dar. Die überwiegende Mehrheit von Notebooks wird beispielsweise immer noch mit preiswerteren HDDs ausgeliefert. Laut IDC wird der Festplatten-Anteil bis 2016 allerdings dank sinkender Flash-Preise zugunsten von SSD-basiertem Storage auf nur noch etwa 52 Prozent sinken.

Aktuell am häufigsten kommen SSDs in Kombination mit Festplatten zum Einsatz. Durch diese hybriden Arrays, deren Verwendung stark wächst, können Unternehmen sowohl von den Performance-Stärken der SSD-Technologie als auch von den Kapazitätsvorteilen der Festplatten profitieren: Auf der langsamen, mechanischen Festplatte werden weniger genutzte, große Datenmengen abgelegt. Der schnelle Flash-Speicher dient dazu, häufig verwendete Daten darauf auszulagern sowie Betriebssystem und Anwenderprogramme, um Lesevorgänge zu beschleunigen.

Vermarket werden Hybrid-Festplatten als das "Beste aus beiden Welten" - oder als perfekte Symbiose von hoher Festplattenkapazitäten mit der Geschwindigkeit einer SSD, auch wenn dies mit den heutigen kleinen Flash-Speichern nicht ganz erreicht wird. Zukünftig soll die Kapazität hybrider Systeme aber steigen. Das werde Hybridplatten einen Leistungsschub bescheren, der auch den Weg in den B2B-Markt für Desktop-PCs und Workstations ebne, erwartet IDC-Analyst Daniel Bizo.