Personal Computer kaufen?

Darum braucht man 2017 einen PC

Florian beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig.
US-Korrespondent IDG News Service
Ein ganzes Bündel neuer Technologien verspricht neuen Aufwind für den Personal Computer. Wir sagen Ihnen, warum Sie auch 2017 einen PC brauchen.

Einige Kritiker stehen wirklich total darauf, den Personal Computer regelmäßig als "Dinosaurier" abzutun. Aber: mobile und stationäre PCs sind auch 2016 wieder ein Stückchen sexier, leistungsfähiger und teilweise auch smarter geworden. Auf jeden Blue Screen of Death kommen so ganze Scharen technologischer Neuerungen, die den Personal Computer in eine neue Ära führen wollen. Virtual Reality, 4K Ultra-HD und 5G-Konnektivität sind nur der Anfang für ein großangelegtes Revival des Personal Computers. Vielleicht. Hier kommen die Top-Ten-PC-Trends für 2017.

Die Liebe zum PC wird auch 2017 Bestand haben. Wir sagen Ihnen, welche Trends den Personal Computer zu neuen Höhen führen könnten.
Die Liebe zum PC wird auch 2017 Bestand haben. Wir sagen Ihnen, welche Trends den Personal Computer zu neuen Höhen führen könnten.
Foto: Master1305 - shutterstock.com

Personal Computer als holografische Wearables

Virtual-, Augmented- und Mixed-Reality-Devices werden im kommenden Jahr in etlichen neuen Variationen, Formen und Größen aus dem Boden schießen. Einige dieser Geräte werden zu PCs "zum Aufsetzen". So wollen unter anderem Dell, Asus, Acer, Lenovo und HP neue Mixed-Reality-Headsets auf den Markt bringen, die den Usern die Interaktionen mit dreidimensionalen Objekten ermöglichen. Die virtuellen Objekte werden dabei "über" die reale Umgebung gelegt.

Diese Devices werden eine völlig neue Ära der Mensch-Maschine-Interaktion herbeiführen in der es mehr Spaß denn je macht, 3D-Objekte zu kreieren, Games zu spielen, Filme zu sehen - oder interaktiv per Skype zu kommunizieren. Solche holografischen Computer - wie sie auch gerne genannt werden - werden Intel-Chips, integrierte GPUs und möglicherweise auch 3D-Kameras an Bord haben und völlig neue Perspektiven eröffnen.

Speicher für PCs wird wieder teurer

Die Preise von Solid State Disks werden wegen Lieferengpässen wieder anziehen. Das dürfte sich auch auf die Preise von Notebooks und 2-in-1-Devices auswirken. In den USA ist beispielsweise Dells XPS 13 mit Kaby-Lake-Chipsatz und 512 GB SSD derzeit nicht erhältlich, während andere Geräte mit 512 GB SSD zu teilweise völlig überhöhten Preisen angeboten werden.

Die Standardgröße bei werksseitig verbauten Solid State Disks liegt bei den meisten PC-Herstellern zwischen 128 GB und 256 GB. Wenn Sie sich also 2017 einen Personal Computer zulegen wollen, sollten Sie sich unbedingt vorher Gedanken über Storage machen. Ein superdünnes Laptop-Tablet-Hybrid aufzuschrauben, um eine SSD auszutauschen ist nämlich kein Spass.

Fatal-4-Way der digitalen Assistenten

Die "Blutfehde" zwischen Apples Siri, Amazons Alexa, dem Google Assistant und Microsofts Cortana dürfte sich im kommenden Jahr weiter intensivieren. Windows-10-User dürfen Cortana künftig aus größerer Distanz Befehle zurufen: Dank einer sogenannten "far-field speech recognition"-Technologie, an der Microsoft und Intel derzeit werkeln. Bis jetzt funktionierte Cortana am allerbesten, wenn man direkt vor dem PC sitzt. Durch diese Entwicklung könnte Microsofts digitaler Assistent allerdings plötzlich auch zum Konkurrenten für Amazon Echo werden. Wobei Cortana deutlich mehr kann als Echo: zum Beispiel auf die Cloud zugreifen, mit Chatbots interagieren oder E-Mails checken.

Intel und AMD kämpfen wieder härter

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Intel der unangefochtene King der Personal-Computer-Sparte. Nun will AMD mit dem Ryzen-Prozessor zurückschlagen, der 2017 auf den Markt kommen soll. Eine gesunde Rivalität zwischen Intel und AMD wird vor allem den PC-Usern zu Gute kommen - eventuell werden auch einige Nutzer das "Lager" wechseln. AMD jedenfalls behauptet, dass der Ryzen-Chip 40 Prozent schneller ist, als derzeitige PC-Chips. Auf dem Papier klingt das schon mal ziemlich beeindruckend.

Zuerst dürften die Ryzen-Chips in Gaming-PCs Einzug halten, im weiteren Verlauf des Jahres auch bei Mainstream-Desktops und -Laptops. Dabei wird sich AMDs neuer Chip zunächst gegen Intels Kaby-Lake-Familie behaupten müssen, bevor der Marktführer dann in der zweiten Jahreshälfte seine neuen 10-nm-Cannonlake-CPUs enthüllt.