Sicherheit in virtualisierten Umgebungen und in der Cloud

Darauf müssen Sie bei der Absicherung virtueller IT-Infrastrukturen achten

30.09.2014
Von 
Dipl. Inform. Johann Baumeister blickt auf über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung sowie Rollout und Management von Softwaresystemen zurück und ist als Autor für zahlreiche IT-Publikationen tätig. Sie erreichen ihn unter jb@JB4IT.de

Netzwerkanbindung optimieren

Live-Migration und die Clustered Shared Volumes erlauben eine dynamische Übertragung von Last zur Laufzeit. Damit das alles reibungslos und ohne manuelle Eingriffe funktionieren kann, muss auch die Anbindung an die weiteren Serverdienste vollständig automatisiert vonstattengehen.

Die Netzwerkanbindung, die IP-Verwaltung und die Namensauflösung müssen diese Anbindung widerspiegeln. Dies war bis dato ein Engpass in einer Microsoft-Struktur. Aus diesem Grund hat man in Redmond in Windows Server 2012 die Netzwerkanbindung mit den Randbereichen ausgebaut. Die gesamte IP-Adress-Verwaltung wird nunmehr unter der neuen Verwaltungskonsole IPAM zusammengefasst.

IPAM hilft dem Administrator bei folgenden Aufgaben:

• Der Suche und Verwaltung der IP-Adressen

• Der Protokollierung der Adressbereiche

• Der Überwachung der IP-Adressen und Netzwerkstrukturen

• Der Überwachung von Netzwerkzugriffsschutz-Servern

• Der Kontrolle von Domänencontrollern

Ausfallschutz: Windows Server sichert die Systeme durch Cluster gegen Ausfälle ab.
Ausfallschutz: Windows Server sichert die Systeme durch Cluster gegen Ausfälle ab.
Foto: Microsoft

IPAM ergänzt mit seinen Funktionen die bestehenden Netzwerkverwaltungs-Tools, wie etwa die DCHP-Verwaltung, das Active Directory mit seinen DNS-Tools oder die allgemeine Netzwerkverwaltung in Windows. Die bestehenden Windows-Netzwerk-Tools werden daher auch weiterhin benötigt, weshalb die Verwaltungskonsolen für DHCP und DNS bestehen bleiben. Dennoch gibt es Überschneidungen zwischen der IPAM-Konsole und den bestehen Verwaltungs-Tools. Die erweiterten DHCP- oder DNS-Funktionen aber finden Sie nur in den jeweils speziellen Konsolen.

Die mit IPAM vorgenommenen Erweiterungen sollen helfen, die komplexen Netzwerkstrukturen besser in den Griff zu bekommen. Insbesondere im Kontext von virtuellen Szenarien entsteht ansonsten sehr leicht ein Wildwuchs. Virtuelle Systeme, die nur temporär aktiviert werden, benötigen in jedem Fall auch eine Netzwerkanbindung und somit eine IP-Adresse. Deren Verwaltung soll mit den neuen Funktionen nun ein wenig einfacher werden. IPAM verwaltet IP-Adressen immer in Bereichen, die zu Blöcken zusammengefasst werden. Diese Blöcke können Administratoren dann eigenständig bearbeiten und überwachen. Dies geht schneller, als wenn jede einzelne IP-Adresse separat verwaltet werden müsste. (hal)