Dank iPhone: Balda blickt positiv in die Zukunft

12.01.2007
Der Lieferant von Handybauteilen Balda kann positiv in die Zukunft blicken. Nach unbestätigten Angaben wird das ostwestfälische Unternehmen für das kürzlich vorgestellte iPhone von Apple den Touchscreen produzieren; Folgeaufträge wären sehr wahrscheinlich.

Der Handy-Zulieferer Balda kann aufatmen. Nachdem BenQ Mobile im Oktober 2006 Insolvenz anmelden musste und damit einer der wichtigsten Abnehmer des Unternehmens weg fiel, kündigte man den Verkauf von drei Werken an, zudem waren mehr als 1.000 Arbeitsplätze bedroht. Mit dem kürzlich vorgestellten iPhone von Apple könnte sich auch für den ostwestfälischen Hersteller das Blatt zum Positiven Wenden. Medienberichten zufolge werde Balda den Touchscreen des zum Verkaufsschlager in spe ernannten Mobiltelefons produzieren; offiziell wollte man sich allerdings nicht dazu äußern. In Folge dessen erlebte auch der Aktienkurs des Unternehmens einen unerwarteten Höhenflug: das Papier legte zeitweise um 16 Prozent auf 8,80 Euro zu.

Dieser Sprung kann jedoch auch einen anderen Ursprung haben. Der US-Investor Guy Wyser-Pratte teilte mit, er habe seine Beteiligung an Balda auf 5,39 Prozent ausgebaut, der Gesamtwert des Aktienpakets beläuft sich auf mittlerweile rund 22 Millionen Euro. Und auch die Zukunftsaussichten sind für Balda durchaus erfreulich: Denn im Zuge des neuen US-Kunden werden auch bald andere Branchengrößen verstärkt auf Touchscreens umsteigen, potenzielle Kunden sind also vorhanden.

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