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Damit Dokumente rechtssicher bleiben

17.11.2004

Eine digitale Signatur macht elektronische Dokumente rechtsverbindlich. Doch wenn sich das Format des Objekts ändert, geht sie verloren. Allgemein gesprochen, beeinträchtigt jede Änderung der signierten Daten deren Rechtskraft. Dummerweise müssen Bauzeichnungen oder Patientenakten aber häufig konvertiert werden, damit sie mit anderen Medizinern oder den Baubehörden austauschbar sind.

Aus diesem Grund fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit das Projekt "Rechtssichere Transformation signierter Dokumente", kurz Transidoc. Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnik (SIT) kooperieren hier das Zentrum für Informations- und Medizintechnik des Uni-Klinikums Heidelberg (ZIM), die Projektgruppe Verfassungsverträgliche Technikgestaltung an der Universität Kassel (Provet), die Bundesnotarkammer sowie die IT-Anbieter Intercomponentenware AG und Curiavant Internet GmbH.

Ziel des auf 30 Monate befristeten Vorhabens ist die Entwicklung eines Verfahrens, mit dem sich Dokumente so konvertieren lassen, dass ihre rechtliche Beweiskraft erhalten bleibt. Ausgehend von Beispielen aus den Anwendungsgebieten Kommunalverwaltung, Gesundheitswesen und Notariat wollen die Teilnehmer die rechtlichen Probleme und technischen Anforderungen analysieren, praktikable Konzepte für technische und organisatorische Verfahren entwickeln, Prototypen implementieren und diese unter anderem durch eine Simulationsstudie evaluieren. Letztlich soll daraus ein "Transformationssiegel" entstehen, anhand dessen sich später nachvollziehen lässt, was wann und wie mit einem Dokument geschehen ist. Mit ersten Softwareergebnissen ist nach Angaben der Universität Kassel nicht vor dem übernächsten Jahr zu rechnen. (qua)