Auf Oracle-Basis

Daimler modernisiert sein Personal-Management

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Der Automobilkonzern wechselt auf Peoplesoft HCM 9.0 und will dabei weitgehend im Standard bleiben.
Foto: Daimler

Ein Versionswechsel klingt trivial. Aber wenn davon 180.000 Mitarbeiter betroffen sind, handelt es sich durchaus um ein Mammutvorhaben. Der Daimler-Konzern hatte 2000 ein Web-basierendes Personal-Management-System auf der Basis von Peoplesoft 8.0 eingeführt. Es umfasste zahlreiche Self-Service-Angebote für Manager und Mitarbeiter, darunter automatisierte Bescheinigungen, aber auch neuartige Funktionen wie eine Mitarbeiterbörse.

Das über die Jahre gewachsene Personalsystem sollte im vergangenen Jahr so weit wie möglich auf die Standardausführung von Oracle/Peoplesoft HCM 9.0 überführt werden. Den Auftrag erhielt das auf HR-Systeme spezialisierten IT-Beratungsunternehmen Cromwell Business Resultancy AG mit Hauptsitz in Zürich. Es hatte bereits die Einführung von Peoplesoft 8.0 begleitet.

Wie Cromwell-CEO Peter Endress erläutert, ermöglicht es die neue Softwareversion, "wesentlich mehr Standardfunktionen zu nutzen". Das senke nicht nur die Kosten für die Implementierung, sondern auch für den Softwarebetrieb.

In einem Vorprojekt wurde zunächst eine ausführliche Fit-Gap-Analyse vorgenommen, um zu ermitteln, wie sich die Daimler-Lösung bestmöglich an den Standard anpassen ließe. Dann erst begann die Implementierung des neuen HR-Systems. Eigenen Angaben zufolge suchte Cromwell die enge Abstimmung mit den Fachbereichen. Damit hätten sich nachträgliche Änderungen weitestgehend ausschließen lassen. Zudem sei schon in der Analysephase das Design der Prozesse festgelegt worden, was noch einmal Zeit gespart habe.