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DAB Bank hält Verluste im Rahmen

15.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die DAB Bank hat im dritten Quartal 2001 deutlich weniger umgesetzt als in den vorangegangenen drei Monaten, gleichzeitig aber den Verlust gegenüber den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres nahezu stabil halten können. Die Erträge sanken im Vergleich zum Vorquartal um 30 Prozent auf 30,62 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss ging um ein Fünftel auf 16,25 Millionen Euro zurück; der Zinsüberschuss brach sogar um 41 Prozent auf 7,2 Millionen ein. Der Verlust nach Steuern und vor Minderheitsanteilen belief sich auf 25,73 Millionen Euro und lag damit nur leicht über dem Fehlbetrag des zweiten Quartals (25,03 Millionen). Analysten hatten im Durchschnitt ein Defizit von rund 24,85 Millionen erwartet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Online-Broker noch einen bescheidenen Gewinn in Höhe von 1,02 Millionen Euro erwirtschaftet.

Neben der derzeit schlechten Marktsituation hätten vor allem die Abschreibungen auf den Geschäftswert der französischen Self Trade in Höhe von 4,71 Millionen Euro sowie einmalige IT-Sonderaufwendungen in Höhe 3,87 Millionen das Ergebnis belastet, teilte die DAB Bank heute in München mit. Konsequente Sparmaßnahmen hätten den Verlust aber in Grenzen gehalten. Insgesamt seien die Gesamtkosten im Vergleich zum Vorquartal um 15 Prozent auf 63,58 Millionen reduziert worden.

Im dritten Quartal hat die Bank nach eigenen Angaben netto 25.175 neue Kunden gewinnen können; im zweiten Quartal waren es noch mehr als 37.000. Insgesamt verwaltete die Hypo Vereinsbank-Tochter Ende September 526.124 Depots, was eine Steigerung um 107.332 Netto-Neudepots seit Jahresbeginn bedeutet. Allerdings war im Berichtszeitraum die Zahl der Transaktionen mit 1,29 Millionen um 16 Prozent niedriger als im zweiten Quartal. Auch das verwaltete Vermögen sank von 12,92 auf 10,53 Milliarden Euro.

Wie der Online-Broker ferner bekannt gab, wird Vorstandsmitglied Roland Volz die Bank zum 30. November dieses Jahres auf eigenen Wunsch verlassen wird. Er wolle sich neuen beruflichen Herausforderungen widmen, hieß es.