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D21-Initiative: IT wird Jobs und Berufsalltag von morgen verändern

26.01.2006
Unter dem Motto "Innovationswerkstatt mobile Gesellschaft" wurde auf einer Veranstaltungin Berlin der Startsschuss für das "Online-Forum mobile Arbeit" (Onforma) gegeben.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Podiumsdiskussion mit Staatssekretär Karl-Josef Wasserhövel vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Paul Stodden, D21-Vorstand und Debitel-Vorstandsvorsitzender, Lothar Harings, Personalvorstand T-Mobile und Lothar Schröder vom Verdi-Bundesvorstand standen dabei die Anforderungen an die Gestaltung der technischen Anwendungen und des mobilen Arbeitsalltags.

In wenigen Jahren wird jeder Arbeitnehmer in seiner Firma jeden Tag an einem anderen Schreibtisch sitzen, weil sich mehrere mobile Beschäftigte einen Arbeitsplatz teilen, lautet die Prognose der Diskussionsteilnehmer. Auf ihrem Schreibtisch stehen dann nur noch ein Monitor, ein Telefon und ein Kartenlesegerät, weil Dokumente nur noch im PDF-Format auf Karten gespeichert werden. Wichtige Aufgaben erledigen sie von zu Hause aus und konferieren über die Ergebnisse via Privat-Computer mit weltweiten virtuellen Teams. "Die Technologien werden vieles erleichtern. Aber die mit ihnen wachsende Mobilität stellt uns jeden Tag vor neue Fragen - beispielsweise der Unternehmenskultur, der Qualifikation oder des zwischenmenschlichen Kontakts. Die Gestaltung des mobilen Arbeitsalltags stellt grundlegend neue Anforderungen an Unternehmen, Arbeitnehmer und Politik.", so D21-Vorstand Paul Stodden.

"Wir müssen die Chancen dieser neuen Arbeitsformen erschließen und ihre möglichen Risiken minimieren.", so Verdi-Mann Schröder. Fragen der Mitarbeiterqualifizierung, der Abgrenzung von Arbeits- und Freizeit, der Ergonomie von Arbeitsmitteln und Arbeitsumgebung sowie Fragen zu Leistungsanforderungen und Arbeitsplatzprofilen sind aus seiner Sicht zu klären. "Die Organisation der Arbeit, Motivation und Bindung der Mitarbeiter an ihr Unternehmen sowie die Arbeitsteilung werden sich verändern. Die Rahmenbedingungen hierfür müssen den individuellen Freiraum erhalten sowie gleichzeitig sozialverträglich sein", so der T-Mobile Personalvorstand Lothar Harings.

Mit dem neuen Projekt Online Forum mobile Arbeit wollen die Beteiligten den mobilen Arbeitsalltag der Beschäftigten analysieren, auf Veranstaltungen breitenwirksam diskutieren und mit dem gewonnenen Wissen eine Online-Kompetenzplattform aufbauen. Projektpartner sind die Dienstleistungsgewerkschaft, T-Mobile, Debitel und die Initiative D21. (hk)