Revisionssicher

d.velop startet Online-Archiv FOXDOX

Heinrich Vaske
Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Dieser Aufgabe widmet er sich in enger, kooperativer Zusammenarbeit mit dem Redaktionsteam. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Privat gehört sein Herz seiner Familie und dem SV Werder Bremen.
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Die auf Enterprise Content Management (ECM) spezialisierte d.velop AG, Gescher, startet am 14. Februar 2013 ihre Online-Plattform FOXDOX. Dort sollen kleine und große Unternehmen Dokumente mit Kunden und Partnern teilen.

Bei FOXDOX handelt es sich laut Anbieter um ein "Kundenbindungs-Tool", mit dem kleine und große Unternehmen ihren Kunden automatisiert Verträge, Rechnungen und andere Informationen in die Postfächer legen und sich für Rückfragen und Beratungen anbieten können. Das Online-Archiv sei revisionssicher und von der Professionalität her vergleichbar mit klassischen On-Premise-Systemen für das Dokumenten-Management, versichert Anbieter d.velop.

Will mit FOXDOX in einen neuen Markt einsteigen: Christoph Pliete, d.velop AG.
Will mit FOXDOX in einen neuen Markt einsteigen: Christoph Pliete, d.velop AG.
Foto: d.velop AG

Geschäftsführer Christoph Pliete (hier im Interview) zufolge geht es zum einen um die systematische Ordnung digital gespeicherter Informationen mit Zugriff von jedem Standort aus. Das könnten aber auch die heute gängigen Online-Archive. FOXDOX biete darüber hinaus die Möglichkeit Inhalte systematisch und vorschriftsmäßig zu archivieren. Außerdem sei eine einfache Kommunikation zwischen Organisationen jeglicher Größe und ihren Kunden, Partnern und Lieferanten vorgesehen.

"Sicher in die FOXDOX stellen"

Als Beispiel nennt er Rechtsanwälte und Steuerberater, die ihren Klienten Dokumente und Korrespondenzen "einfach in deren FOXDOX stellen", wo sie in definierten Verzeichnissen sicher gespeichert werden. Die Adressaten werden benachrichtigt, wenn neue Informationen eingetroffen sind. Umgekehrt können die Klienten ihre Informationen im Eingangsordner des Steuerberaters oder Anwalts hinterlassen. Der Vorteil liegt laut Pliete darin, dass beide Seiten immer auf dem gleichen Informationsstand seien und der "Schuhkarton mit alten Papierrechnungen" der Vergangenheit angehöre.

Bei d.velop stellt man sich vor, dass nach diesem Prinzip künftig Unternehmen jeglicher Größe, von der Finanzwirtschaft über die Energieversorger bis hin zum kleinen Handwerksbetrieb über FOXDOX mit ihren Kunden korrespondieren. Diese Unternehmen übertragen Verträge, Abrechnungen und sonstigen Informationen automatisiert in das Community-Archiv ihrer Kunden. Damit könnten sie ihre Druck- und Versandkosten mindern und die Servicequalität verbessern.

Die Phantasien der Münsterländer in Sachen Collaboration gehen aber noch weiter. Wollen FOXDOX-Nutzer beispielsweise eine Lebensversicherung für eine Immobilienfinanzierung einsetzen, können sie ihren entsprechenden Vertrag nun auch zum Zweck eines Kreditantrag mit der Bank teilen. Und sollte der Arbeitgeber auch die Lohnabrechnung in dem Online-Archiv verwalten, könnte der notwendige Gehaltsnachweis ebenfalls direkt dem Kreditinstitut zugehen.

d.velop hofft, bei der Vermarktung von seinen Erfahrungen als ECM-Anbieter und seinen Kundenkontakten im B2B-Umfeld profitieren zu können. Gepunktet werden soll mit dem Argument der Revisionssicherheit und der sicheren Datenhaltung in einem deutschen Rechenzentrum. Privatanwender können eine kostenlose Basisversion erhalten, leistungsstärkere Versionen für Unternehmen und Großanwender sind kostenpflichtig. Auch Vereine und Hochschulen zählen zum angepeilten Kundenkreis. (hv).