Aufbruch in die Oberliga

D-Link will im Core-Switch-Business mitmischen

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Während im Segment der Workgroup-Switches ein geradezu mörderischer Wettbewerb herrscht, teilten sich das Core-Business bislang wenige Hersteller. Mit D-Link will ein neuer Player in der Switching-Oberliga mitmischen.
Mit der Core-Switch-Reihe 7200 (im Bild das Modell 7206) will D-Link hierzulande stärker im Enterprise-Business Fuß fassen.
Mit der Core-Switch-Reihe 7200 (im Bild das Modell 7206) will D-Link hierzulande stärker im Enterprise-Business Fuß fassen.
Foto: D-Link

Um weiter wachsen zu können versucht Netzwerk-Hersteller D-Link nun mit einem Core-Switch stärker im Enterprise-Business Fuß zu fassen. Für das Unternehmen ist dies zumindest in Deutschland eine strategische Herausforderung, denn mit seinen Stackable Switches und VoIP-Lösungen wie der Horstbox ist die Firma bislang eher im SMB-Geschäft beheimatet. Außerhalb Europas, etwa auf Teilmärkten Asiens oder in Russland zeichnet sich dagegen ein anderes Bild ab: Hier mischt die Company häufig bereits als Nummer Zwei hinter Cisco in der Networking-Oberliga mit.

Entsprechend zuversichtlich ist die deutsche D-Link-Zentrale in Eschborn, dass man auch hierzulande im Enterprise-Business Fuß fassen wird. Dies soll vor allem mit dem neuen Chasis-basierenden Core-Switch der Baureihe 7200 gelingen. Zumindest auf dem Papier, so die Eschborner siegessicher, müsse sich ihr jüngstes Produkt in Sachen Technik nicht vor den etablierten Herstellern wie Cisco oder HP verstecken. "Wir bieten eine vergleichbare Performance", so D-Link-Manager Mike Lange. Allerdings verlässt man sich bei der Balz um die Käufergunst nicht alleine auf technische Werte. Punkten wollen die Eschborner vor allem mit einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis. "Wir sind etwa 30 bis 40 Prozent günstiger als unsere Wettbewerber", zeigt sich Lange selbstbewusst. In der Spitze will das Unternehmen die Konkurrenz sogar schon um 80 Prozent unterboten haben.

Dass der Kauf eines Core-Switches nicht nur vom Preis abhängt, sondern Vertrauenssache ist, weiß man auch bei D-Link. Deshalb setzt der Hersteller ein dediziertes Enterprise-Verkaufsmodell auf und will hierfür bis zum Jahresende zehn bis 15 Partner finden. Nur über diese qualifizierten Partner, die auch den Support vor Ort übernehmen, erfolgt der Verkauf des 7200er. Die Partner selbst lernen das kleine Einmaleins des CoreSwitching in zweitägigen Schulungen.

Mittelfristig wollen sich die Eschborner so im Geschäft mit Core Switches als second source im Markt etablieren.