Offizielle warnen

Cyber-Spione und virtuelle Sprengsätze im US-Stromnetz

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Spione aus China und Russland sollen das Stromnetz in den USA infiltiriert haben. Sie ließen angeblich Programme zurück, mit denen sich der Betrieb unterbrechen lässt.

Laut eines Berichts des "Wall Street Journal" haben Cyber-Kriminelle die Infrastruktur der USA infiltriert, ausspioniert und für Sabotageaktionen vorbereitet. Die Zeitung berichtete explizit von den amerikanischen Stromnetzen, deren Kontrollstationen durch Spione aus Russland, China und anderen Nationen inspiziert worden sind. Die Eindringlinge hätten zudem Programme hinterlassen, mit denen sich etwa im Fall einer internationalen Krise der Betrieb der Netze unterbrechen lasse. Ein direkter Schaden sei nicht verursacht worden.

Entdeckt worden seine die Einbrüche vielfach nicht durch die Versorgungsunternehmen, sondern durch Mitarbeiter der US-Geheimdienste. Die Angriffe hätten sich nicht auf ein spezielles Unternehmen konzentriert, sondern seien landesweit in allen Sektoren verübt worden. Gefährdet sind neben der Strom- auch die Wasserversorgung.Sprecher der russischen und chinesischen Botschafteen in Washington wiesen die Vorwürfe zurück.