Unter 150 Euro

Cubox i4 Pro - Würfel-PC als Desktop oder Server einsetzen

16.02.2016
Von Thorsten Eggeling
Das Cubox-Top-Modell i4 Pro ist eine beeindruckende Handvoll Hardware. Der gefühlte Würfel (ist keiner) hat alles an Bord, was ein leistungsstarker Server oder ein schlanker Desktop mit Linux braucht. Für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es dennoch nicht.

Hersteller Solidrun bewirbt auf www.solid-run.com die Cubox als kleinsten Computer der Welt mit den Maßen von 5,5 x 5,5 x 4,5 Zentimetern. Trotzdem wird man die Cubox angesichts der Einrichtung, Bedienung und der potenziellen Einsatzgebiete eher als teureren Platinenrechner denn als günstigen PC oder Barebone klassifizieren. Das gilt umso mehr, als die Cubox unfreiwillig einiges Bastelpotenzial aufweist, das so mancher günstigere Platinen-PC nicht verlangt.

Die Eckdaten der Cubox-Hardware

Die israelische Cubox wird in Deutschland über www.tecsetter.de vertrieben. Aktuell beginnen die Preise bei 90 Euro. Die hier besprochene Cubox i4 Pro kostet derzeit unter 150 Euro und ist das Spitzenmodell mit folgenden Hardware-Komponenten:

Hinzu kommen der obligatorische HDMI- und der Audioausgang (S/PDIF).

Passend zum Thema: Quiz zum Arbeitsplatz der Zukunft

Beim Stromverbrauch messen wir Spitzenwerte von fünf bis sieben Watt, wenn die Cubox richtig viel zu tun hat, vier Watt bei Alltagsbelastung (etwa bei Filmwiedergabe) und im Idle-Zustand etwa drei Watt. Das ist zwar geringfügig mehr als der Verbrauch anderer Platinenrechner, aber auch im Dauerbetrieb auf der Stromrechnung praktisch zu vernachlässigen. Der Würfel arbeitet lüfter- und absolut geräuschlos.

Die notwendige Micro-SD-Karte für das Betriebssystem können Sie im einfachsten Fall im Bundle mit der Hardware kaufen, wobei dann auf der Karte das System Open Elec mit dem Mediencenter XBMC/Kodi bootfähig vorinstalliert ist. Falls Sie SD-Karten im Vorrat haben: Für die nachfolgend genannten Systeme Geexbox, Open Elec und Debian Wheezy genügen Kapazitäten von vier bis acht GB.