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CSS-Erfinder fordert standardkonformen Internet-Explorer 7

17.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einem öffentlichen Statement forderte Hakan Wium Lie, Erfinder der Cascading Style Sheets (CSS) und CTO beim norwegischen Browser-Anbieter Opera Software, von Microsoft, den künftigen Browser Internet Explorer 7 besser als bisher auf gängige Web-Standards abzustimmen. Publiziert hat der Softwareexperte seinen Appell auf den Seiten des News-Dienstes Cnet. Opera zählt zu den Browser-Konkurrenten von Microsoft. Die Funktionen der gleichnamigen Software ähneln dem des populären "Firefox"-Browser.

Wium Lie zufolge habe die Gates-Company in der Vergangenheit zwar oft Standardkonformität versprochen, diese dann aber nicht geliefert. So würde die aktuelle Version 6 von Microsofts Web-Client den Standard CSS2 nicht unterstützen. Der Opera-Manager kreidete dem Softwarekonzern ferner an, sich ohne ersichtlichen Grund im Jahr 2002 von den Web Core Fonts verabschiedet zu haben. Dabei handelt es sich um Truetype-Schriften wie Arial, Times New Roman oder Courier New.

Der Technikchef des norwegischen Softwarehauses ermunterte die Microsoft-Entwickler, den neuen Browser dem "Acid2"-Kompatibilitätstest des Web Standards Project zu unterziehen. Gleiches sollten Anwender tun, sobald sie das neue Web-Programm installiert haben.

Einige Details zum neuen Microsoft-Browser sickerten bereits durch. Sie betreffen jedoch Sicherheitsvorkehrungen, die vielen Anwendern noch wichtiger sein dürften als die Unterstützung von Standards. (fn)