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CSC profitiert vom Behördengeschäft

12.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Computer Sciences Corp. (CSC) hat Umsatz und Gewinn im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal 2003/2004 (Ende: 2. Januar) deutlich gesteigert. Wie der US-amerikanische IT-Dienstleister bekannt gab, stieg der Nettoprofit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent von 105,7 Millionen auf 128,4 Millionen Dollar oder 68 Cent pro Aktie. Abzüglich einmaliger Sonderaufwendungen erzielte die Company einen Gewinn von 71 Cent je Anteil. Die Analysten hatten im Schnitt mit einem Pro-forma-Profit von 70 Cent pro Aktie gerechnet.

Die Einnahmen erhöhten sich um rund 30 Prozent auf 3,62 Milliarden Dollar. Die im kalifornischen El Segundo ansässige Company profitierte dabei von dem schwachen Dollar sowie einem kräftigen Wachstum im Behördengeschäft - nicht zuletzt dank der Übernahme des auf Regierungsaufträge spezialisierten IT-Serviceunternehmens Dyncorp im März vergangenen Jahres. Die Einnahmen in diesem Bereich stiegen um 84 Prozent auf 1,46 Milliarden Dollar. Wichtigster Kunde war dabei das US-Verteidigungsministerium, das mit 940,1 Millionen Dollar mehr als das Doppelte des Vorjahreszeitraums zu den Gesamterlösen beisteuerte. Schwächer entwickelte sich dagegen das Geschäft mit kommerziellen Kunden. Hier erzielte CSC ein Wachstum um acht Prozent auf 2,16 Milliarden Dollar. Bei stabilem Wechselkurs hätte die Company sogar einen Umsatzrückgang um ein Prozent verbucht.

Im laufenden vierten Geschäftsquartal rechnet CSC-Chef Van Honeycut mit einem Pro-forma-Gewinn zwischen 98 Cent und 1,02 Dollar je Aktie. Der Umsatz soll gegenüber den 3,08 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum um 20 bis 23 Prozent steigen. Grund für den Optimismus ist die anhaltende Nachfrage nach IT-Services. So meldet CSC für das aktuelle Berichtsquartal einen Auftragseingang von sechs Milliarden Dollar.

Wie das Unternehmen am gestrigen Mittwoch außerdem bekannt gab, hat die britische Einzelhandelskette British Home Store ihren Outsourcing-Vertrag mit CSC um sieben Jahre verlängert. Den Wert des Auftrages bezifferten die Kalifornier auf 147 Millionen Dollar. (mb)