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CSC meldet Gewinn- und Umsatzanstieg

05.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Serviceriese Computer Sciences Corp. (CSC) hat seinen Gewinn im ersten Fiskalquartal 2005/6 (Ende: 1.Juli) deutlich gesteigert. Wie das Unternehmen aus El Segundo, Kalifornien, bekannt gab, kletterte der Nettoprofit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent von 110,4 Millionen auf 131,6 Millionen Dollar oder 70 Cent pro Aktie. 22,9 Millionen Dollar hohe Sondererträge aus dem Verkauf von Teilen der Tochtergesellschaft Dyncorp ausgeklammert, erzielte CSC einen Profit von 58 Cent je Aktie - von Thomson First Call befragten Analysten hatten auf dieser Basis im Schnitt nur mit einem Plus von 55 Cent je Anteil gerechnet.

Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um neun Prozent auf 3,58 Milliarden Dollar und übertraf damit die am Markt erwarteten 3,51 Milliarden Dollar. Zwei Prozent des Wachstums schreibt CSC dem gestiegenen Dollar zu, daneben hätten vor allem eine Reihe großer Outsourcing-Aufträge in den USA und Europa zu dem Anstieg beigetragen. Auch die Bereiche IT-Consulting und Systemintegration hätten in Nordamerika wieder solide Zuwächse erzielt, während die Situation für ähnliche Services in Europa weiterhin je nach Land variiere, so der IT-Serviceanbieter.

Insgesamt legte das weltweite Geschäft mit Unternehmenskunden gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp elf (währungsbereinigt: acht) Prozent auf 2,36 Milliarden Dollar zu, während die Erlöse aus Aufträgen von US-Behörden nach dem Ablauf mehrerer Projekte lediglich um 4,5 Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar anstiegen.

"Die Ergebnisse im ersten Quartal stellen einen guten Auftakt für das Gesamtjahr 2005/6 dar", erklärte CSC-CEO und -Chairman Van Honeycutt. "Unsere Finanz- und Wettbewerbsposition ist stark, gleichzeitig blicken wir auf eine gute Auswahl an potenziellen Aufträgen und rechnen mit einer steigenden Nachfrage nach IT-Services".

Im abgelaufenen Quartal konnte der IT-Dienstleister Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 3,7 Milliarden Dollar an Land ziehen, angetrieben durch die Ausweitung des laufenden Outsourcing-Vertrags mit dem Chemiekonzern DuPont um sieben Jahre, die allein einen Wert von 1,9 Milliarden Dollar besitzt. Im Februar 2006 endet dagegen eine ähnliche Vereinbarung mit Nortel Networks, da der kanadischen TK-Ausrüster die bei CSC ausgelagerten IT-Services wieder inhouse erledigen will. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Abschreibungen schätzt das Unternehmen jedoch maximal auf 80 Millionen Dollar.

Im laufenden zweiten Geschäftsquartal rechnet CSC mit einem bereinigten Gewinn von 65 bis 69 Cent je Aktie bei 3,6 Milliarden Dollar Umsatz - die Analysten der Wallstreet hatten sich jeweils etwas mehr versprochen. Gleichzeitig bekräftigte das Unternehmen seine bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2005/6. (mb)