Logo erstellen

Crowd-Design-Anbieter - Einfach und schnell zum professionellen Logo

Johannes Siegl ist Online Redakteur bei vetalio, einem unabhängigen Vergleichs­ und Bewertungsportal. Das Thema Logo-Design beziehungsweise Crowd-Design gehört zu seinen Spezialgebieten.

Über Design-Plattformen in der Cloud kommen Sie schnell und preisgünstig zu einem professionellen Firmenlogo. Das Crowd-Prinzip macht es möglich: Viele unterschiedliche Designer bewerben sich um die Gunst der Auftraggeber. Wie es funktioniert, welche Top-Anbieter es für das Logo-Design gibt und was die Vor- und Nachteile sind, haben wir für Sie zusammengefasst.

Heutzutage spielt es keine Rolle mehr, in welcher Branche Sie Ihre Selbständigkeit planen ­ ein Internetauftritt ist Pflicht. Und damit stellt sich sofort auch die Frage nach dem passenden Logo. Sie ist von zentraler Bedeutung, denn ein Logo ist das Aushängeschild eines jeden Unternehmens. Das gilt übrigens auch für Ihre Visitenkarten. Wirkt das Emblem ideenlos oder schlampig, werden potenzielle Kunden diese negativen Eigenschaften intuitiv mit Ihrem Unternehmen verbinden. Besser, Sie machen es gleich richtig und holen sich professionelle Hilfe.

Logo erstellen: Gutes Design muss nicht viel kosten

Gutes Design wird oftmals mit Designagenturen, endlosen Prozessen zur Abstimmung und hohen Kosten verbunden. Doch es geht auch ganz anders: Logo-­Design über die Crowd. Inzwischen gibt es zahlreiche Plattformen, auf denen professionelle Logos entworfen werden. Die Anbieter setzten dabei auf die Kraft und Kreativität der Crowd. Auf den Plattformen sind tausende Designer aus der ganzen Welt registriert, die im Rahmen von Design­wettbewerben Vorschläge einreichen. Aber keine Angst: Sie bekommen nicht tausende Vorschläge. Auch die Designer haben sich auf Branchen, Produkte usw. spezialisiert. Bezahlen müssen Sie am Ende nur das eine Design, für das Sie sich entschieden haben. Und zwar zum Fixpreis, den Sie am Anfang festgelegt haben.

Und so geht's: In wenigen Schritten zum individuellen Logo

Schritt 1: Das Briefing

Am Anfang steht das Briefing, also quasi die Wettbewerbs­Ausschreibung. Hier teilen Sie den Designern Ihre grundlegenden Präferenzen mit. Unter anderen erklären Sie, um welche Branche es sich handelt, ob Text im Logo enthalten sein soll, welche Farben bevorzugt werden, welche Produkte angeboten werden und was Ihnen generell wichtig ist. Außerdem wählen Sie das Preisgeld, das dem Gewinner am Ende ausbezahlt wird. Hinzu kommen die Gebühren des Plattformbetreibers. Darüber hinaus können Sie verschiedene Werbemaßnahmen und Zusatzfunktionen für Ihren Wettbewerb buchen. Viele Anbieter arbeiten mit Paketpreisen, aber individuelle Anpassungen sind fast immer möglich.

So sieht ein Teil des Briefings beim Anbieter Designcrowd aus.
So sieht ein Teil des Briefings beim Anbieter Designcrowd aus.
Foto: designcrowd

Schritt 2: Die Wettbewerbsphase

Während der Wettbewerbsphase liegt Ihre Aufgabe darin, Logo-Designs zu bewerten und ausführliches Feedback zu geben. Sie werden bereits nach kurzer Zeit Angebote von unterschiedlichen Designern bekommen. Um die Entwürfe in die von Ihnen gewünschte Richtung zu entwickeln, müssen Sie detailliertes Feedback geben. Dadurch können die

Designer optimal auf Ihre Wünsche eingehen und die eigenen Logo-Entwürfe weiterentwickeln. Einige Plattformen bieten auch die Möglichkeit, Designer, deren bisherige Arbeiten Ihnen besonders gefallen, persönlich zum Wettbewerb einzuladen.

Im Feedback-Fenster von 99designs finden Sie das betreffende Design, ein Chatfenster und Infos zum Designer.
Im Feedback-Fenster von 99designs finden Sie das betreffende Design, ein Chatfenster und Infos zum Designer.
Foto: 99designs

Schritt 3: Gewinner auswählen

Am Ende der Wettbewerbsphase wählen Sie das beste Design aus und küren den Gewinner. Hilfreich ist eine Umfragefunktion, mit der Sie auch die Meinungen von Arbeitskollegen und Freunden einholen können. Ist die Entscheidung gefallen, sind Sie am Ziel: Ihr neues Logo-Design ist fertig und steht Ihnen in allen gewünschten Formaten zur Verfügung. Für eine sichere Abwicklung bürgt die Designplattform.

Wichtig: Sollte Ihnen keines der Designs wirklich zusagen, so haben Sie bei den meisten Anbietern die Möglichkeit, den Wettbewerb zurückzuziehen. Sie bezahlen in diesem Fall nur eine Servicegebühr an den Plattform­Betreiber. Ihr Risiko ist also extrem gering, das für die Designer allerdings umso höher.

Wer bezahlt wird und wer nicht, entscheiden allein Sie.
Wer bezahlt wird und wer nicht, entscheiden allein Sie.

Logo-Design: Welcher Anbieter ist der Richtige?

Es gibt weltweit Dutzende Designplattformen, auf denen Sie neben Logos auch nahezu jede andere Art von Design in Auftrag geben können. Der bekannteste Name ist zweifellos "99designs". vetalio hat die wichtigsten Logo Design Anbieter im deutschen Raum getestet. Wir stellen Ihnen die Top 3 vor:

99designs

Designenlassen

Crowdsite

Logo ab

249 €

237 €

100 €

Geld­zurück­Garantie

ja

ja

ja

Mehrsprachiges Briefing

nein

ja

nein

Support in Deutsch

ja

ja

ja

Gebührenanteil

mittel

niedrig

mittel

Registrierte Designer (Angabe Anbieter)

ca. 1.000.000

ca. 40.000

ca. 50.000

Hauptsitz

Melbourne

Nürnberg

Odenzaal (NL)

Firmengründung

2008

2008

2009

Logo erstellen mit Crowdsite: Hier finden Sie echte Schnäppchen

Das niederländische Unternehmen Crowdsite zeigt, dass es auch extrem günstig geht: Bereits für 100 Euro kann ein Logo-Wettbewerb gestartet werden. Dafür müssen beim Funktionsumfang einige Abstriche gemacht werden, doch in den Kernkompetenzen wie Usability und Kundensupport kann Crowdsite voll und ganz überzeugen. Für einen Preis ab 100 Euro machen Sie hier auf jeden Fall ein Schnäppchen. Erwarten Sie für diese Gage aber besser kein Weltklasse­Design.

Der absolute Tiefpreisgarant crowdsite.de bietet in weiten Teilen ein gleichwertiges Angebot zur Konkurrenz.
Der absolute Tiefpreisgarant crowdsite.de bietet in weiten Teilen ein gleichwertiges Angebot zur Konkurrenz.
Foto: Crowdsite

Logo erstellen mit Designenlassen: Fokus auf das Wesentliche

Kaum eine Designplattform wirkt stilmäßig so aufgeräumt wie Designenlassen. Dieser Minimalismus ist Programm: Alles, was der deutsche Anbieter nicht für unbedingt nötig hält, gibt es auch nicht. Auf ein paar kleine Zusatzfeatures, die bei der Konkurrenz dazugehören, muss also verzichtet werden. Dafür gibt es erstklassigen Kundensupport, eine übersichtliche Website und sogar ein Feature, das selbst bei Platzhirsch 99designs fehlt: Das Briefing kann in mehreren Sprachen verfasst werden. Die Preise für einen Logo-Design-Wettbewerb beginnen bei knapp 240 Euro.

Aufgeräumt und in klarem Blau präsentiert sich die Website von designenlassen.de.
Aufgeräumt und in klarem Blau präsentiert sich die Website von designenlassen.de.
Foto: designenlassen

Logo erstellen mit 99designs: Vorteile des Marktführers

Als Marktführer bietet 99designs etliche Vorteile. Der Designerpool ist riesig, das Handling der Website perfekt und auch der Support kann sich sehen lassen. Vor allem aber glänzt das Portal mit dem überzeugendsten Wettbewerbsablauf der Branche (Stichwort: Finalrunde). Es ist offensichtlich, dass 99designs aus einem großen Erfahrungsschatz schöpft und dieses Wissen konsequent in die Prozesse einarbeitet. Über die Niederlassung in Berlin wird die deutsche Kundschaft supportmäßig erstklassig betreut. Leider ist die Gebührenstruktur sehr undurchsichtig, sodass oft unklar bleibt, wie viel Preisgeld beim Designer ankommt. Da dies eine wichtige Motivation für die Kreativen darstellt ist es etwas schade, dass Sie als Auftraggeber diesbezüglich im Dunkeln gelassen werden. Los geht es bei 99designs ab 250 Euro.

99designs.de setzt in vielen Bereichen die Maßstäbe der Branche.
99designs.de setzt in vielen Bereichen die Maßstäbe der Branche.
Foto: 99designs

5 Praxis­Tipps für ein erfolgreiches Logo-Design aus der Crowd

  • 1. Ausführliches Briefing

Gehen Sie bei der Auftrags­Beschreibung ins Detail. Laden Sie relevante Grafiken und Bilder hoch und schreiben Sie möglichst viel über Ihr Unternehmen, die Zielgruppe und Ihr Produkt. Bei einem schlechten Briefing kann kein gutes Logo herauskommen.

  • 2. Mehrsprachiges Briefing

Ein Großteil der Logo-Designer auf den internationalen Plattformen spricht kein Deutsch. Ein zusätzliches Briefing auf Englisch oder in anderen Sprachen bietet sich also an, um für mehr Designer interessant zu werden. Auch hier sollten Sie sich bemühen und die Finger von google translate lassen.

  • 3. Preisgeld oder garantiertes Preisgeld

Nicht allein die Höhe des Preisgeldes ist entscheidend. Deutlich attraktiver machen Sie Ihren Wettbewerb schon, wenn Sie die Option "garantierter Wettbewerb" wählen. Wenn die Garantie zur Auszahlung besteht, gehen die Logo-Designer nicht das Risiko ein, Arbeit in einen Wettbewerb zu stecken, der am Ende ohne Sieger abgebrochen wird. So erhalten Sie deutlich mehr Design­Vorschläge und es nehmen auch bessere Designer am Wettbewerb teil.

  • 4. Zeit einplanen

Während der Wettbewerbsphase und vor allem gegen Ende werden Sie ein gewisses Zeitpensum brauchen, um den Wettbewerb adäquat zu betreuen. Fünf Minuten in der Mittagspause sind auf keinen Fall ausreichend, wenn Sie ein gutes Ergebnis für Ihr Firmen-Logo erzielen wollen.

  • 5. Detailliertes Feedback

Der Weg zum Logo ist ein Prozess aus konstruktiver Kritik und Verbesserung. Sie werden sehen, dass die Designer Ihr Feedback bereitwillig in die Entwürfe einarbeiten. Ohne Feedback geben Sie den Fahrersitz auf dem Weg zu Ihrem Wunsch­Logo an den Designer ab.

Wo Crowd Design an seine Grenzen stößt

Crowd Design kann vieles, aber nicht alles. Solange Sie ein Logo oder andere spezifische Designaufträge zu vergeben haben, sind Sie mit der Crowd gut beraten. Wer ein langfristiges Konzept zur Markenentwicklung sucht, der sollte lieber eine klassische Design-­Agentur aufsuchen. Die Sprachbarrieren können mitunter auch zu Schwierigkeiten führen. Gerade wenn es um die detaillierte Beschreibung von Nuancen im Design und zu vermittelnden Gefühlen geht, reicht das Business Englisch schnell nicht mehr aus.

Der persönliche Kontakt findet auf den Plattformen ausschließlich in Form von E­Mails und Chats statt. Ist Ihnen ein enger und persönlicher Kontakt wichtig, ist eine Agentur sicher die bessere Lösung.

Fazit - Logo erstellen über die Crowd

Logo-Design über die Crowd ist in jedem Fall eine preiswerte Alternative zu teuren Agenturen. Die Qualität der Ergebnisse kann sich ebenfalls sehen lassen. Allerdings kommen Sie nicht umhin, Zeit und Aufwand in die Entwicklung eines Logo-Designs zu stecken, denn Ihre Mitarbeit trägt entscheidend zum Erfolg bei. (wh)

 

Michael

Danke für die Erwähnung unserer Plattform http://www.designenlassen.de Einen Hinweis hätten wir noch zu den Preisangaben. Bei den ausländischen Plattformen 99designs und Crowdsite sind die Netto-Preise im Vergleich angegeben, bei designenlassen.de der Brutto-Preis inkl. 19& MwSt. Da sich die Dienste ausschließlich an geschäftliche Kunden richten, wäre der Netto-Preis (für DL: 199€) die bessere Vergleichsgröße. Für Unternehmer ist die gezahlte Mehrwertsteuer ja nicht relevant. Eventuell könntet ihr hier ja noch zur besseren Vergleichbarkeit einen kleinen Hinweis hinzufügen.

Mike Hartmann

Dass Sie Ihr eigenes Produkt für das Beste halten, wundert uns nicht.

Grüße aus der Redaktion

Leon Hoffmann

Die beste Crowdworking Lösung sehen wir in "xxx" (editiert von der Redaktion)

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