Vier Systeme im Vergleich

CRM-Vielfalt durch Open Source

19.02.2013 | von Björn  Rafreider
Ein Vergleich der quelloffenen CRM-Lösungen XRMS, vtiger, sugarCRM und info@hand weist auf geeignete Einsatzfelder hin.

Unter den quelloffenen CRM-Systemen gibt es zwei unterschiedliche Lösungen:

  • Open-Source-Lösungen
    Reine Open-Source-Lösungen wie XRMS, vtiger und sugarCRM CE können kostenlos heruntergeladen werden. Es fallen keine Lizenzgebühren an, und Nutzer haben vollen Zugriff auf den Quellcode der Software.

  • kommerziellen Lösungen
    Die darauf aufsetzenden kommerziellen Ausführungenerweitern die kostenlosen Varianten um zusätzliche Funktionen. Hierfür fallen Extrakosten an, etwa für einmalige Lizenzgebühren oder monatliche und jährliche Abonnements.

Wenn sich Anwender für eine Open-Source-CRM-Lösung entscheiden, dann meistens, um zu sparen. Daher ist es wichtig, beim Vergleich der quelloffenen und kommerziellen Produkte alle Kosten über eine längere Laufzeit zu betrachten. Dazu zählen die Aufwendungen für Betrieb, Service, Wartung, notwendige Anpassungen und Datenmigration.

Kunden-Management und mehr

CRM beziehungsweise das Kunden-Management unterstützt Unternehmen in Marketing, Vertrieb und Service. Hier pflegen die Mitarbeiter einen direkten Kontakt zum Kunden und wollen daher sämtliche Informationen über den Gesprächspartner auf einen Blick erfassen können. Das sind zunächst einmal alle Kommunikationsdaten, doch zunehmen fließen immer mehr Informationen aus den ERP- oder Warenwirtschaftssystem in die CRM-Applikationen ein. Umgekehrt integrieren auch ERP-Anbieter CRM-Funktionen in ihre Anwendungen.

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Diese Entwicklung erhöht die Komplexität der Systeme, zumal Nutzer viele Funktionen kaum anwenden. Hintergrund ist, dass sie bereits von anderen Applikationen abgedeckt werden oder vom Geschäftsprozess abweichen. Vorteil ist, dass beispielsweise kleine Mittelständler alle unternehmensrelevanten und kundenbezogenen Informationen in nur einem System vorhalten können.

Installation und Voraussetzungen

Die in diesem Beitrag vorgestellten CRM-Systeme sind allesamt Web-basierende Client-Server-Lösungen, auf die Nutzer mit gängigen Browsern ohne zusätzliche Software-Installation zugreifen können. Die Software wird auf einem Server installiert, der sowohl intern von der eigenen IT oder extern von einem Dienstleister betrieben werden kann. Im Prinzip kann die Applikation auch in einer Shared-Hosted-Umgebung eines Providers laufen.

Die Installation ist bei allen Systemen mit Ausnahme von XRMS menügeführt. Ist sie erfolgt, sollten Anwender der Verlockung widerstehen, direkt mit dem System zu arbeiten. Zuvor sollte ein verlässliches Backup für die Datenbank und Dateien eingerichtet werden. Ratsam ist es, anschließend die Mail-Funktion des Systems zu prüfen und gegebenenfalls so genannte Scheduler zum Abarbeiten wiederkehrender Aufgaben und Wartungsdienste zu konfigurieren.