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CRM in Deutschland: Standardlösungen bevorzugt

13.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Aus Kostengründen greifen 82 Prozent der deutschen Unternehmen bei der Einführung von CRM-Projekten auf Standardlösungen zurück. Vorkonfigurierte Branchenlösungen werden dagegen bislang noch wenig genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "CRM 2002 - So binden Sie ihre Kunden", die der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Eichstätt gemeinsam mit dem Fachmagazin "Absatzwirtschaft" erstellt hat. Im Rahmen der Anwenderbefragung wurden die Top-500-Unternehmen in Deutschland zum Stand ihrer CRM-Aktivitäten interviewt.

Der Studie zufolge gewinnt das Thema CRM vor allem aufgrund der schlechten Konjunkturlage für die Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Viele Firmen hätten mittlerweile erkannt, dass die Bindung vorhandener Kunden unterm Strich wesentlich kostengünstiger sei als die Gewinnung neuer. Dennoch ist die Einführung von CRM mit hohen Investitionen verbunden: Laut Studie liegen die Gesamtbudgets für CRM-Projekte zwischen 3.000 und 25,6 Millionen Euro. Die große Spannweite der Budgets ergeben sich laut Studie vor allem aus der stark variierenden Zahl der lizenzierten Nutzer (vier bis 2.500 User) sowie die unterschiedlichen Anwendungsfelder der Software (Marketing, Vertrieb, Kundendienst, Call Center und anderes). Als wichtigsten Kostenfaktor identifizierten die Autoren jedoch die im Einsatz befindliche CRM-Software. Deshalb hätten die überwiegende Mehrzahl der Anwender Standardlösungen im Einsatz. Der Vorteil: Die Applikationen ließen sich schneller und damit

kostengünstiger implementieren und einfacher updaten. (jw)