CRM-Anbindung für Blackberry

10.12.2004
Mit "Handheld Contact" erhalten Blackberry-Benutzer auch unterwegs Zugriff auf die CRM-Datenbanken "Act" oder "Saleslogix".

Als mobiles Endgerät, um Außendienstmitarbeiter und Führungskräfte auch unterwegs in den E-Mail-Workflow einzubinden, erfreut sich der Blackberry mittlerweile auch hierzulande einer großen Popularität. Seine grundlegenden Notizbuchfunktionen wie Kontakte, Termine oder Aufgaben wurden dagegen wegen der fehlenden Anbindung an die CRM-Systeme der Unternehmen kaum genutzt.

Mit Handheld Contact vertreibt die Münchner IT Netzwerk-Consult GmbH nun eine Lösung, die diese Lücke zumindest in Sachen Act, das hierzulande von rund 300000 Anwendern genutzt wird, und Saleslogix schließt. Ein Ansatz, den beispielsweise GE Capital für 2000 mit Blackberrys ausgestattete Mitarbeiter nutzt. Auf diese Weise können sie auf Reisen die gesamte Historie der Kontakte ablesen, aktualisieren sowie remote in das System einpflegen.

Technisch setzt sich das System aus zwei Komponenten zusammen: einem Frontend, das für Blackberrys mit mindestens 16 MB Arbeitsspeicher geeignet ist, sowie einem Linux-Server im Backoffice, der als eine Art Middleware zwischen der Blackberry-Infrastruktur und der CRM-Datenbank fungiert. Anwender, die keinen eigenen Server betreiben wollen, können diesen auch als gehostete Dienstleistung gegen eine Monatsgebühr von rund zwölf bis 14 Euro outsourcen.

Der eigentliche Datenaustausch zwischen CRM und Blackberry erfolgt im XML-Format. Der gravierendste Unterschied zum normalen Mail-Dienst ist dabei, wie Ingo Lange, Geschäftsführer der IT Netzwerk-Consult, erklärt, dass der Synchronisationsvorgang nicht im Push-Verfahren, sondern in Intervallen erfolgt, die der Anwender selbst einstellen kann. Ferner werden auf dem Endgerät die CRM-Kontaktdaten nicht mit dem Blackberry-Adressbuch verknüpft, sondern in einer eigenen Applikation vorgehalten. Dieser Workaround ist laut Lange deshalb erforderlich, weil die Blackberry-Betriebssysteme bislang anderen Anwendungen von außen keinen Zugriff auf die systemeigenen Applikationen erlaubten. Abhilfe ist hier mit der kürzlich vorgestellten Version 4.0 des Betriebssystems in Sicht.

Je nach Unternehmensgröße sind Handheld-Contact-Lizenzen ab 99 Euro pro Mitarbeiter erhältlich. (hi)