Mobile Acceleration Suite

Cotendo beschleunigt mobile Websites und Anwendungen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Die neu vorgestellte Mobile Acceleration Suite von Cotendo soll langen Ladezeiten und anderen Verzögerungen im Mobile Web den Garaus machen.

Trotz der allgemein steigenden Beliebtheit bei Privat- und Business-Anwendern ist die Performance von mobilen Websites und dazugehörenden Anwendungen nach wie vor ein K.O.-Kriterium: Unzumutbar lange Seitenladezeiten führen im M-Business zu geringerer Konversionsrate und einem Verlust der Kundenbindung. Im Unternehmensumfeld werden geschäftskritische Anwendungen wie der mobile Zugriff auf interne Systeme bei zu großer Response-Zeit schlichtweg nicht mehr nutzbar. Während Netzbetreiber dem Problem mit dem Ausbau ihrer mobilen Breitbandnetze nur langsam zu Leibe rücken, versucht der Content-Delivery-Network-Betreiber Cotendo mit einer Eigenentwicklung Abhilfe zu schaffen. Die neue "Mobile Acceleration Suite" (MAS) soll es Cotendo-Kunden ermöglichen, die Ladezeit mobiler Web-Seiten und der damit verbundenen mobilen Applikationen deutlich zu reduzieren - unabhängig von Inhalt, genutztem Endgerät oder Netzwerk.

Die Cotendo Mobile Acceleration Suite
Die Cotendo Mobile Acceleration Suite
Foto: Cotendo

Wie Thorsten Deutrich, General Manager DACH bei Cotendo, im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE ausführt, müssen dabei keine Änderungen auf der OriginSite vorgenommen werden oder speziell für mobile Inhalte separate Websites oder Infrastrukturen errichtet werden. Die Verbesserungen werden auf der Logikebene, dem Inhalte- und Netzwerk-Layer bereitgestellt. So erkennt die Cloud-Lösung beispielsweise, welches Gerät über welche Verbindung auf Inhalte zugreifen will und passt den Content entsprechend an. Ein iPhone, das eine performante WLAN-Verbindung nutzt, wird entsprechend anders behandelt als ein Blackberry-Device, das über ein GPRS-Netz zugreift. Indem sich mehr Daten mit einem Paket durch das IP-Netz schleusen lassen, Roundtrips eliminiert werden und häufig genutzte Inhalte an Standorten gecached werden, sollen sich etwa die Aufbauzeiten von mobilen Websites um 50 Prozent oder mehr reduzieren.

Die Mobile Acceleration Suite schließt die anderen Cotendo-Lösungen für die Content Acceleration, wie Dynamic Site Acceleration, automatisierte HTML-Code-Optimierung, PageSpeed, CDN Load Balancing, Advanced-DNS-Services und die Cloudlet-Plattform mit ein und kann über ein einziges einfach anzuwendendes Portal verwaltet werden. Die Services sind für Entwickler verfügbar und schon bei zahlreichen Kunden im Live-Betrieb im Einsatz. Die Aktualisierungen bringen radikale Verbesserungen bei der mobile Content Delivery Performance mit sich. Dies bezieht sich auch auf höchst dynamische Inhalte, durch die traditionelle CDNs bisher üblicherweise ausgebremst und andere spezialisierte mobile Content-Delivery-Angebote blockiert wurden.

Zusammen mit der Mobile Acceleration Suite gab Cotendo auch den Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde über 17 Millionen Dollar bekannt. Daran beteiligt sind neben den bestehenden Venture-Capital-Partnern Sequoia, Benchmark und Tenaya Capital auch die strategischen Partner und neuen Business-Partner Citrix und Juniper Networks über den Junos Innovation Fund.