Cortado Corporate Server 6.0

Cortado kann jetzt auch Mobile Device Management

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Als Reaktion auf BYOD und andere Mobility-Trends hat der Berliner Anbieter Cortado seine Cloud-Desktop-Lösung um Mobile-Device-Management-Funktionen erweitert.
Mobility und BYOD liegen derzeit stark im Trend.
Mobility und BYOD liegen derzeit stark im Trend.
Foto: Cortado

Mit seinem "Corporate Server" - im Prinzip die On-Premise-Version von Cortado Workplace - hat es sich Cortado zum Ziel gesetzt, Anwendern unterwegs ein möglichst effizientes Arbeiten mit ihrem mobilen Endgerät (Smartphone, Tablet oder Notebook) zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, unterstützte die für verschiedene Clients angebotene Lösung bisher etwa den Abruf von Firmen-Mails via Exchange oder die Ausgabe von Druckjobs über die Luftschnittstelle und ermöglichte den sicheren, auf Rechten basierenden Zugriff über eine verschlüsselte SSL-Verbindung auf Netzlaufwerke im Unternehmen, beziehungsweise dort abgelegte Dokumente. Die Rechteverwaltung basiert dabei pflegeleicht auf dem Active Directory, außerdem hält sich das Übertragungsvolumen dank Datenkompression und Preview-Option in Grenzen - ein Vorteil gegenüber VDI-Lösungen wie Citrix & Co..

In der für Ende des zweiten Quartals angekündigten Cortado Corporate Server 6.0 geht der Anbieter einen - logischen - Schritt weiter und erweitert die Lösung um Funktionen zum Mobile Device Management für Android, Blackberry OS und iOS. Dadurch lassen sich etwa abhanden gekommene Endgeräte über die Web-Konsole lokalisieren, sperren und löschen. Wie von einer aktuellen MDM-Lösung nicht anders zu erwarten, enthält der Cortado Corporate Server 6.0 außerdem ein Self Service Portal, in dem Anwender ihre Geräte selbst registrieren und konfigurieren können. Basis dafür sind wieder die bereits vorhandenen Active Directory Credentials des Nutzers, zur einfachen und sicheren Eingabe kann das Passwort auf dem mobilen Endgerät durch einen PIN ersetzt werden.

Es gibt daneben auch einen Enterprise Ressource Store, in dem das Unternehmen selbst entwickelte Web-Apps einstellen kann, auf die der Anwender dann mit einem sicheren Browser zugreift. Außerdem lassen sich im "Enterprise App Store" auch Empfehlungen für sinnvolle Apps machen - da speziell unter iOS nicht anders möglich, erfolgen Download und gegebenenfalls Bezahlung erst nach dem Klick auf eine App über den eigentlichen App Store.

Die Mischung macht's

Da Cortado wie die Konkurrenz lediglich die Verwaltungsfunktionen von Microsoft Exchange ActiveSync, die von Apple bereitgestellten MDM-APIs sowie die Schnittstellen zum Blackberry Enterprise Server (BES) nutzt, finden sich die beschriebenen Funktionen in den meisten am Markt verfügbaren MDM-Lösungen. Dies ist auch Cortado-Chef Carsten Mickeleit klar. Wie er im CW-Gespräch betont, war es auch nicht Zielsetzung des Unternehmens, mit dem Corporate Server 6.0 noch ein weiteres MDM-System auf den Markt zu bringen. Ihm geht es um die Gesamtlösung: Anders als andere MDM-Systeme liefere Cortado neben den MDM-Funktionen ein vollständiges Konzept für den mobilen Dokumentenzugriff auf Basis der bereits bestehenden Active-Directory-Rechte des Anwenders. Dieses Komplettpaket unterstützte den BYOD-Trend und ermögliche es Administratoren, alle sicherheitsrelevanten Aspekte von mobilen Endgeräten zentral von einer Stelle aus zu verwalten.

Der Cortado Corporate Server 6.0 soll noch im zweiten Quartal 2012 verfügbar sein. Das Basispaket mit Fünf-User-Lizenzen kostet 795 Euro, für jeden weiteren Nutzer werden 97 Euro veranschlagt. Gleichzeitig wird für den Cortado Corporate Server auch ein Mietmodell angeboten, der Preis beträgt hier inklusive Update-Service knapp vier Euro pro Nutzer und Monat. Voraussetzung sind eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten und mindestens 30 Nutzer. Die Anzahl der genutzten Clients spielt bei beiden Szenarien keine Rolle.