Software für Planung und Konsolidierung

Corporate Performance Management führt Unternehmen zum Ziel

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Finanzplanung und Konsolidierung sollen sich künftig an Management-Prozessen und Strategien ausrichten. Dies setzt flexible Tools und Grundlagenarbeit voraus.

Wurden bislang strategische Vorgaben und Management-Prozesse bei der Analyse und dem Reporting von Geschäftsinformationen nur selten beachtet, beginnt mittlerweile ein Umdenken. Das Schlagwort heißt Corporate-Performance-Management (CPM). Der Begriff steht für Prozesse, Methoden und analytische Anwendungen zur Unternehmenssteuerung.

Anders als IT-getriebene Projekte für Business Intelligence (BI) nehmen CPM-Initiativen üblicherweise in Fachabteilungen ihren Anfang (siehe auch "2007: BI und Perfromance Management finden zusammen"). So sucht vor allem das Controlling nach Wegen, Finanzprozesse durch CPM effizienter zu gestalten. Doch BI und CPM gehören zusammen: "Bei BI steht die Bereitstellung von Informationen im Mittelpunkt, CPM-Anwendungen sollen darauf aufbauend eine bessere Prozessunterstützung etwa bei der Planung und Konsolidierung ermöglichen", erklärt Thomas Oestreich, Senior Director EPM Concepts and Strategy bei Oracle, auf einer Podiumsdiskussion der Computerwoche.

Erfolgsfaktoren für CPM-Projekte

Karsten Oehler,Cognos/IBM, sieht in sauber definierten Prozessen die Voraussetzung für eíne gute Finanzplanung.
Karsten Oehler,Cognos/IBM, sieht in sauber definierten Prozessen die Voraussetzung für eíne gute Finanzplanung.
Foto: Cognos/IBM

CPM ist zwar kein neues Thema, lässt sich aber dank der Weiterentwicklung entsprechender CPM-Suiten heute wesentlich besser umsetzen, sagt Karsten Oehler, Leiter Competence Center Finance bei Cognos/IBM. Zwar hätten Unternehmen laut Oracle-Mann Oestreich in der Vergangenheit sehr viel in "Operational Excellence" investiert, doch damit allein könne man sich von der Konkurrenz immer weniger abgrenzen. Die Herausforderung liege vielmehr darin, nun auch die Management-Prozesse im Sinne einer "Management Excellence" weiterzuentwickeln. CPM-Systeme seien dafür so entscheidend wie ERP-Systeme im operativen Bereich.

Wurde früher zum Beispiel ein Rolling Forecast mühsam "zusammengebastelt", ließen sich diese Prozesse heute in eine Lösung zur Unternehmenssteuerung einbinden. Ebenso könnten CPM-Lösungen helfen, Planungsprozesse und Jahresabschlüsse zu automatisieren und zu beschleunigen. Die Einführung eines CPM-Produkts für Planung, Budgetierung, Forecasting oder Konsolidierung erfordert jedoch einige Vorarbeiten. So muss für spätere Analysen und das Reporting eine konsolidierte und hochwertige Datenbasis existieren, die meist im Rahmen eines BI- und Data-Warehouse-Projekts zu schaffen ist. Ferner müssen Unternehmen ihren operativen Planungsprozess sauber definiert haben, wobei sie nicht nur an eine integrierte Erfolgs- und Finanzplanung denken sollten, sondern auch an spezielle Finanzplanungen.