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Corel stellt seine Geschäftsfähigkeit in Frage

23.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kanadische Softwarehersteller Corel Corp. sieht seine Möglichkeiten zur Weiterführung der Geschäfte als "zweifelhaft" an. Das Unternehmen hatte für sein zweites Fiskalquartal einen Nettoverlust von 23,6 Millionen Dollar bekannt gegeben (CW Infonet berichtete) . Um die Geschäftsfähigkeit zu wahren, muss Corel nun Kosten senken und sich um zusätzliche Finanzmittel kümmern. Die Firma verfügt derzeit über einen Bargeldbestand von 9,9 Millionen Dollar und plant im Rahmen einer Kapitalerhöhung rund 20,5 Millionen Dollar an der Börse zu bekommen. Außerdem sollen die Kosten um jährlich 40 Millionen Dollar gesenkt werden. Corels Grundproblem stellt die Bürosoftware Word Perfect dar. Das Produkt war Anfang der 90er Jahre ein echter Konkurrent

für Microsofts Office und hatte einen Marktanteil von 20 Prozent. Inzwischen fiel der Anteil auf ein Prozent.