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Corel sieht im zweiten Quartal Rot

29.06.2006
Die inzwischen wieder börsennotierte kanadische Softwarefirma Corel hat im zweiten Quartal trotz elf Prozent Umsatzplus Verlust gemacht.

Das Unternehmen aus Toronto wies einen Fehlbetrag von vier Millionen Dollar aus, nachdem es sich ein Jahr zuvor mit 158.000 Dollar knapp in der Gewinnzone behauptet hatte. Corel verwies darauf, dass das aktuelle Ergebnis durch Einmalkosten von 8,3 Millionen Dollar für die vorzeitige Ablösung von Verbindlichkeiten belastet wurde.

Die Quartalseinnahmen stiegen im Jahresvergleich von 40 Millionen Dollar auf 44,2 Millionen Dollar, getrieben von stärkeren Lizenz- und Serviceerlösen. Corel ist auf Büro- und Grafiksoftware sowie Utilities spezialisiert (es hatte unlängst WinZip Computing übernommen).

An seinem Börsengang im April verdiente das zuvor reprivatisierte Unternehmen unterm Strich 72,5 Millionen Dollar. Es hatte Umfang und Ausgabepreis allerdings reduzieren müssen, nachdem der Markt frostig auf das IPO (Initial Public Offering) reagiert hatte.

Für das laufende dritte Quartal erwartet Corel 39 bis 41 Millionen Dollar Umsatz sowie 28 bis 33 Cent Gewinn pro Aktie. Die Analysten prognostizierten bislang Einnahmen von 39,8 Millionen Dollar und 32 Cent je Anteilschein Profit. (tc)