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Conexant warnt und entlässt erneut

10.07.2001
Der kalifornische Chiphersteller Conexant erwartet in seinem zweiten Fiskalquartal schlechtere Zahlen, als von den Analysten prognostiziert wurde. Zudem will das Unternehmen 450 Mitarbeiter (sechs Prozent der Belegschaft) entlassen und fast alle Fabriken schließen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Chiphersteller Conexant, der 1999 von Rockwell International ausgegliedert worden war, erwartet in seinem zweiten Fiskalquartal schlechtere Zahlen, als von den Analysten prognostiziert wurde. Zudem will das Unternehmen weitere 450 Mitarbeiter (sechs Prozent der Belegschaft) entlassen, um Kosten von 175 Millionen Dollar im Jahr einzusparen. Zusammen mit den bereits im März angekündigten Entlassungen kürzt Conexant insgesamt 25 Prozent der Stellen. Ferner will der gebeutelte Anbieter von Kommunikationschips bis auf eine Spezialfabrik keinerlei eigene Fertigungsstätten mehr betreiben. Diese Restrukturierungsmaßnahmen sollen im dritten Geschäftsquartal mit rund 475 Millionen Dollar zu Buche schlagen.

Im zweiten Fiskalquartal rechnet Conexant nun mit Einnahmen von 200 Millionen Dollar und einem operativen Minus von 45 Cent je Aktie. Analysten nach First Call/Thomson Financial waren von einem Umsatz von 204 bis 206 Millionen Dollar sowie einem Defizit von 43 Cent pro Anteilschein ausgegangen. Für seine PC-basierte Netzwerk-Division geht das US-Unternehmen von Einnahmen in Höhe von 164 Millionen Dollar aus, was innerhalb der Analystenerwartungen und nur geringfügig unter dem Ergebnis des ersten Fiskalquartals liegt. Diese relativ positiven Nachrichten waren wohl auch für den Kursgewinn von Conexant am gestrigen Montag verantwortlich: Die Aktie legte um über zehn Prozent auf 8,03 Dollar zu.