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Concept verbucht drastischen Umsatzeinbruch

26.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Umsatz des Wiesbadener Internet-Dienstleisters Concept AG schrumpfte im ersten Halbjahr 2002 gegenüber dem Vorjahr um knapp 46 Prozent von 12,1 Millionen auf 6,6 Millionen Euro. Als Grund für den Rückgang gab des Unternehmen die schwache Nachfrage sowie die deutliche Verkleinerung der Gesellschaft an. So beschäftigte Concept zum 30. Juni nur noch 192 Mitarbeiter, das sind 176 Angestellte weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Trotz der dafür im aktuellen Berichtszeitraum ausgewiesenen Restrukturierungskosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro gelang es der Internet-Agentur, ihre Verluste zu senken: Das Nettodefizit ging von 3,4 Millionen auf 3,1 Millionen Euro zurück, das um Restrukturierungskosten bereinigte Minus vor Steuern, Zinsen (EBIT) wurde von 6,9 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro reduziert. Trotz langer Verluststrecke plagen die Wiesbadener derzeit noch keine

Geldprobleme. Die liquiden Mittel zum 30. Juni bezifferte Concept mit 86,6 Millionen Euro.

Inzwischen ist die Übernahme des Wiesbadener Unternehmens durch die Marketing-Agentur Ogilvyone Worldwide (Computerwoche online berichtete) deutlich fortgeschritten. Derzeit befinden sich nur noch rund vier Prozent der Aktien im Streubesitz. Die Briten planen, die verbleibenden Anleger abzufinden und im Anschluss die Aktie vom Geregelten Markt zu nehmen. (mb)