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Compuware stehen schwere Zeiten bevor

11.07.2007
Nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung ist die Aktie von Compuware im nachbörslichen Handel um 18 Prozent eingeknickt. Ein Top-Manager musste seinen Hut nehmen, weitere Mitarbeiter werden folgen.

"Extrem enttäuscht" gab sich Compuware-CEO Peter Karmanos angesichts der vorläufigen Zahlen, die das Unternehmen Dienstag für das erste Fiskalquartal vorgelegt hat. Demnach erwartet der Software- und Serviceanbieter ein ausgeglichenes Ergebnis bei Einnahmen von 278 Millionen Dollar. Analysten hatten einen Profit von zwölf Cent je Aktie sowie einen Umsatz von über 300 Millionen Dollar erwartet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres setzte Compuware 296 Millionen Dollar um und erwirtschaftete dabei einen Gewinn von 29 Millionen Dollar. Als Reaktion auf die aktuellen Zahlen stürzte die Aktie des Unternehmens Dienstag nach Börsenschluss um 18 Prozent ab.

Belastet wurde der Gewinn im jüngsten Quartal durch Restrukturierungsaufwendungen. Die Kostensenkungen sollen künftig noch "aggressiver" erfolgen, so Karmanos. Vor allem im Vertrieb werden die Zügel künftig angezogen. Vertriebler, die ihre Leistungen nicht bringen, sollen zügig entlassen werden. In einer ersten Reaktion feuerte Compuware den Chef der Produktsparte, Hank Jallos. Im Juni hatte das Unternehmen knapp 250 Mitarbeiter entlassen, was sich negativ auf den Absatz im ersten Fiskalquartal ausgewirkt hat. (ajf)