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Compuware gibt Uniface 8.4 frei

16.04.2004

Die Firma Compuware hat ein Update ihrer Entwicklungsumgebung "Uniface" zur Erstellung von komplexen und geschäftskritischen Anwendungen auf den Markt gebracht. Version 8.4 zeichnet sich vor allem durch eine bessere Unterstützung von Web-Services aus. Die neuen, mit Hilfe von XML und Soap implementierten Funktionen erlauben es, dass eine Uniface-Anwendung von aussen angebotene Web-Services-Programme nutzen beziehungsweise selbst eine Funktion als Web-Service anbieten kann. Insofern würden sich Uniface-Programme jetzt auch zum Aufbau einer serviceorientierten Architektur (SOA) eignen, heißt es beim Hersteller. Weitere Neuerungen des Updates sind Tuning-Features für Echtzeitapplikationen sowie ein vereinfachtes Deployment.

Compuware sieht trotz des allseits zu beobachtenden Trends hin zur Java- beziehungsweise .NET-Programmierung nach wie vor eine dauerhafte Daseinsberechtigung für die proprietären Uniface-Werkzeuge. "In großen Enterprise-Umgebungen, wo tausende von Frontends auf geschäftskritische Applikationen zugreifen, können wir leicht mit Java und .NET konkurrieren", meint Adrian Gosbell, Product Manager bei Compuware. Diese Einschätzung unterstützt auch Gartner-Analyst Michael Blechar: "Über 200 Neukunden im vergangenen Jahr bestätigen, dass es für Uniface weiterhin einen großen Markt gibt und Anwender zumindest kurzfristig nicht daran denken, bestimmte Backend-Applikationen in Enterprise Javabeans oder C# zu konvertieren." Blechar glaubt an eine Koexistenz der Entwicklungsplattformen innerhalb von Unternehmen. Und dafür habe Compuware ohnehin vorgesorgt, denn mit "Optimal J" biete der Hersteller ein

Java-Tool an, das eine schrittweise Umwandlung von Uniface-Programmen erlaube. (ue)