Vorläufige Zahlen

Computerkonzern Sun vor Übernahme weiter rot

15.07.2009
Der US-Computer- und Software-Hersteller Sun Microsystems kommt vor der vereinbarten Übernahme durch den Softwareriesen Oracle nicht aus den roten Zahlen.
Suns Deutschlandzentrale in Heimstetten bei München
Suns Deutschlandzentrale in Heimstetten bei München

Der Verlust im vergangenen Geschäftsquartal fiel noch höher aus als erwartet, teilte Sun am Dienstag am Sitz im kalifornischen Santa Clara mit. Je Aktie rechnet der Server-Spezialist nach vorläufigen Zahlen für das Ende Juni beendete vierte Geschäftsquartal mit einem Minus zwischen 24 und 34 US-Cent. Der Umsatz soll zwischen 2,58 bis 2,68 Milliarden Dollar liegen, dies wäre ein Rückgang um bis zu fast einem Drittel zum Vorjahr.

Oracle erwartet sich durch Sun dennoch weiterhin eine Steigerung des Gewinns. Die Übernahme soll noch im Sommer abgeschlossen werden. Die Wettbewerbshüter und die Aktionäre müssen noch zustimmen.

Vor Sonderposten soll der jüngste Quartalsverlust von Sun zwischen sechs und 16 Cent je Aktie liegen, Experten erwarteten hier im Schnitt ein Minus von lediglich etwa zwei Cent. Beim Umsatz hatten sie mit gut drei Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) gerechnet.

Die seit längerem zunehmenden Verluste hatten Sun zur Suche nach einem Käufer bewogen. Im April schlug überraschend Oracle für 7,4 Milliarden Dollar inklusive Schulden zu. Zuvor war eine Übernahme durch den IT-Giganten IBM unter anderem am Streit um den Preis gescheitert.

Sun ist auf Server-Rechner etwa für Firmennetze und den Internet-Datenverkehr sowie auf Software (Java) spezialisiert. Der Konzern zählt neben IBM, Hewlett-Packard und Dell noch immer zu den größten Server-Herstellern der Welt. (dpa/tc)