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Computerdruckerhersteller Tally und Genicom tun sich zusammen

08.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der 1948 gegründete Ulmer Druckerpionier Tally GmbH (ehemals Mannesmann Tally) gibt die Fusion mit dem ebenfalls auf professionelle Print-Lösungen spezialisierten US-Hersteller Genicom bekannt. Mit dem Zusammenschluss zu TallyGenicom entsteht nach eigenen Angaben ein Unternehmen mit rund 1250 Mitarbeitern. Der Gesamtumsatz des in Chantilly, Virginia, ansässigen Konzerns soll in diesem Jahr bei deutlich über 200 Millionen Dollar liegen.

Den Chefsessel von TallyGenicom besetzt der bisherige Genicom-CEO Arthur D. Gallo. Gebhard Morent, bisher CEO von Tally, übernimmt die Aufgabe des Chief Operating Officers. Finanziert wurde der Zusammenschluss der nicht börsennotierten Unternehmen von der Private-Equity-Gesellschaft Arsenal Capital Partners.

Ziel des Mergers sei es, die wirtschaftliche Kraft zu stärken und künftig als globaler Druckerhersteller den professionellen und industriellen Anwendern eine breite Produktpalette von Nadel-, Tinten-, Zeilen- und Laserdruckern anzubieten, erklärt CEO Gallo. Darüber hinaus sei TallyGenicom nun in der Lage, in die Riege der weltweit führenden Anbieter von professionellen Farbdrucklösungen aufzusteigen.

Auf Partner und Kunden kämen mit dem Zusammenschluss keine negativen Überraschungen zu, sagte Finanzchef Morent. So würden bestehende vertragliche Bindungen sowie Preise und Konditionen beibehalten. Im Gegenteil sei der Hersteller nun in der Lage, schneller neue Produkte auf den Markt zu bringen. Außerdem will das Unternehmen nur in Nord- und Südamerika unter dem Markennamen TallyGenicom auftreten. In Europa, Afrika, Asien und in der Pazifikregion bleibe es dagegen beim Markennamen Tally. Zu den Kunden von TallyGenicom zählen unter anderem Konzerne wie Wal-Mart, American Airlines, Daimler-Chrysler, Siemens und Volkswagen. (mb)