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Computer für alle?

04.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bresche in der Informationstechnologie zwischen Erster und Dritter Welt wird trotz anders lautender Bekundungen von Wirtschaft und Politik immer größer. Dies berichtet der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft in seiner jüngsten Studie. Während die Industrieländer derzeit zahlreiche Anstrengungen unternehmen, um moderne Informations- und Kommunikationstechnik jedermann zugänglich zu machen, haben viele Entwicklungsländer keine Chance, den sich vergrößernden Vorsprung auf diesem Industriesektor aufzuholen. Besonders die armen Staaten in Lateinamerika und Afrika besitzen aufgrund fehlender Geräte und Infrastruktur nur geringe Chancen, den Sprung in die Informationsgesellschaft zu realisieren.

Weltweiter Spitzenreiter in der Verbreitung von PCs ist Luxemburg mit 73 000 Rechnern je 100 000 Einwohner. Zweitplatzierter sind die USA mit 46 000 Geräten. In afrikanischen Ländern wie Ghana, Mosambik oder Tansania kommen dagegen nur 160 Computer auf 100 000 Einwohner. An hoffnungslos letzter Stelle steht die Republik Niger mit gerademal 20 PCs. Deutschland belegt mit 31 000 Rechnern keinen der ersten zehn Plätze im globalen Ranking, so die Studie.