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Computacenter: Gewinn bricht um die Hälfte ein

15.03.2006
Der hohe Margendruck macht dem IT-Dienstleister zu schaffen.

Der Umsatz von Computacenter plc ist im Ende Dezember abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 um 5,2 Prozent auf 2,29 Milliarden Pfund (umgerechnet 3,32 Milliarden Euro) gesunken. Der Gewinn vor Steuern brach gegenüber dem Vorjahr fast um die Hälfte ein: von 67,9 Millionen auf 34 Millionen Pfund (49,3 Millionen Euro). Ron Sandler, Chairman von Computacenter, zeigte sich von dem Geschäftsergebnis enttäuscht. 2005 sei ein hartes Jahr für sein Unternehmen gewesen, da es während des gesamten Jahres unter einem hohen Margendruck gelitten habe.

Vor allem in Deutschland seien die Marktbedingungen nach wie vor schwierig. Der Umsatz ging um 5,7 Prozent auf 618,2 Millionen Pfund (896,39 Millionen Euro) zurück. Ein Jahr zuvor hatte der britische IT-Dienstleister hierzulande umgerechnet rund eine Milliarde Euro umgesetzt. Das operative Ergebnis sank von neun auf fünf Millionen Pfund (7,25 Millionen Euro), wobei es sich im Jahresverlauf aber zusehends verbesserte. Dies ist dem Firmenchef zufolge neben saisonalen Einflüssen vor allem auf die Anfang 2005 in Deutschland eingeführte Organisationsstruktur zurückzuführen. Auch die erfolgreiche Neuverhandlung eines verlustreichen Servicevertrags habe in der zweiten Jahreshälfte Wirkung gezeigt.

Für das laufende Jahr gibt sich Sandler optimistisch. Januar und Februar seien zwar überall schwächer als 2005 verlaufen. Diese beiden Monate seien jedoch ohnehin kein Indikator für die Gesamtjahresleistung: "Unser Umsatz hat sich schon immer stärker auf das Ende eines jeden Quartals verlagert", so der Firmenchef. Er räumte ein, dass noch viel zu tun sei, um die Rentabilität von Computacenter zu verbessern. "Aber wir sind zuversichtlich, dass wir wieder auf dem richtigen Weg sind." (sp)