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Compaq verdoppelt Anteil an weltweitem PDA-Markt

07.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Palm verkaufte zwar im zweiten Quartal 2001 weltweit die meisten Handhelds, der Marktanteil des US-Herstellers sank jedoch von 50,5 Prozent im ersten Quartal 2001 auf nur noch 32,1 Prozent. Der große Gewinner in den vergangenen drei Monaten war Compaq Computer: Das texanische Unternehmen, das Windows-CE-basierte PDAs anbietet, konnte seinen Marktanteil von 7,8 auf 16,1 Prozent mehr als verdoppeln. Die US-Company Handspring, die Handhelds mit dem Palm-OS verkauft, kam zwischen April und Juni nur noch auf 10,7 Prozent. Im ersten Quartal lag ihr Marktanteil noch bei 15,9 Prozent. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Dataquest hervor.

Insgesamt ging die Zahl der verkauften PDAs im zweiten Quartal 2001 um 21 Prozent auf unter 2,8 Millionen gegenüber den ersten drei Monaten des laufenden Jahres zurück.

Die US-Ergebnisse für das zweite Quartal fielen ähnlich aus: Palms Marktanteil sank von 54,2 auf 40 Prozent, Handspring rutschte von 21,7 auf 17,3 Prozent ab und Compaq legte von 7,4 auf 16 Prozent zu. Dataquest hatte die Resultate für Europa bereits Ende Juli vorgelegt (Computerwoche online berichtete).

Die rückläufigen Verkaufszahlen von Palm und Compaqs Aufwärtstrend deuten nach Ansicht der Dataquest-Auguren auf eine Marktverschiebung in Richtung Unternehmens-Handhelds hin. "PDA-Anbieter, die keine überzeugende Unternehmensstrategie aufweisen können, werden im kommenden Jahr wenig Wachstum verzeichnen", erklärt Dataquest-Analyst Todd Kort. Der bislang bei den Verbrauchern sehr populäre Hersteller Palm habe durch den Mangel an Innovationen zu der Stagnation im Consumer-Markt beigetragen.